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Kim Dotcom ist angeblich pleite

26.11.2014 | 11:35 Uhr |

Kim Dotcom, im richtigen Leben Kim Schmitz, soll pleite sein. Das verkündete das skandalumwitterte Enfant Terrible via Twitter. Er fürchtet zudem, wieder ins Gefängnis zu müssen.

Kim Dotcom teilte über seinen Twitterkanal in einem Tweet mit, dass er pleite sei. Genauer gesagt: Der Tweet führte zu einem englischsprachigen Video , in dem er seine angebliche Situation schildert. Der angebliche finanzielle Engpass hinderte Dotcom aber nicht daran, anschließend weitere fröhliche Tweets zu verbreiten. Diese sollen beweisen, dass er keineswegs einsam und verlassen auf seinem riesigen Luxus-Anwesen leben müsse.

Wie Business-Insider berichtet, soll Kim Dotcom via Skype an einer Konferenz in London teilgenommen haben. Dabei habe er gesagt, dass er kein Geld mehr habe, weil er über zehn Millionen US-Dollar für seinen Prozess ausgeben musste. Nachdem er aber kein Geld mehr hatte, hätten seine Rechtsanwälte, die ihn in dem Rechtsstreit in den USA vertraten, ihr Mandat niedergelegt. Kim Dotcom betont, dass es seine Rechtsanwälte gewesen seien, die alle seinen finanziellen Ressourcen aufgebraucht hätten. Fast möchte man sagen: Wie immer sucht Kim Dotcom die Schuld bei anderen…

Zum Hintergrund

Die neuseeländische Polizei nahm Kim Dotcom im Jahr 2012 auf dessen Luxus-Anwesen in Neuseeland fest. Weil US-Behörden gegen Dotcom wegen der massiven Verbreitung von Raubkopien über dessen Filesharing-Plattform Megaupload ermittelten. Kim Dotcom kam bald wieder gegen Auflagen frei und lebte seitdem wieder zusammen mit seiner Familie in seiner viele Millionen Euro teuren Villa im Kiwi-Land.

In den USA läuft aber der besagte Prozess – der ihn angeblich ruiniert hat. Die USA fordern zudem die Auslieferung von Dotcom. Kim Dotcom befindet sich nur gegen Auflagen und Kaution auf freiem Fuß. Er fürchtet nun, dass die neuseeländische Regierung diese widerrufen und ihn hinter Gitter bringen lassen könnte. Und dass dieses Video sein letzter öffentlicher Auftritt sei.

Kim Dotcom sieht sich als dankbares Opfer, weil er mit seinem Lebensstil provoziere. Zudem sei er Deutscher und „Hollywood würde deutsche Schufte, die in Fesseln liegen, lieben“.

Um Kim Dotcom wurde es zuletzt aber ohnehin einsam. Denn nicht nur seine Rechtsanwälte haben ihn verlassen, sondern auch seine Frau. Die ihn mittlerweile sogar verklagt. Ein Richter hat Kim Dotcom außerdem verboten, dass er seinen Hubschrauber verwendet. Und er darf sich nicht weiter als 80 Kilometer von seinem Anwesen entfernen. Zudem muss er sich täglich bei der Polizei melden. Von seinen einst bis zu 50 Angestellten beschäftigt er derzeit nur weniger als zehn. Darunter ein Butler. So langsam scheint es tatsächlich eng zu werden für das Enfant Terrible des Internets.
 

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