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Kim Dotcom bleibt bis Montag in Freiheit

28.11.2014 | 09:50 Uhr |

Kim Dotcom bekommt eine Gnadenfrist bis nächsten Montag. Dann entscheidet ein Gericht darüber, ob er wieder ins Gefängnis muss.

Kim Dotcom, mit bürgerlichen Namen: Kim Schmitz, darf bis nächste Woche auf freiem Fuß bleiben, wie neuseeländische Medien berichten. Er darf sich von seinem Luxus-Anwesen in Coatesville, auf der nördlichen der beiden großen neuseeländischen Inseln, weiterhin nicht weiter als bis zu 80 Kilometer entfernen. Außerdem hat ihm das Gericht untersagt einen Hubschrauber zu verwenden. Zudem darf er kein Schiff oder Boot besteigen. Und er muss sich jeden Tag bei der Polizei melden.

Damit bleiben die Lebensumstände des schillernden Internet-Unternehmers vorerst unverändert. Das ist das Ergebnis einer Anhörung vor Gericht, der sich Schmitz alias Dotcom gestern stellen musste. Nächsten Montag gibt es aber einen neuen Gerichtstermin vor dem Auckland District Court. Der vorsitzende Richter Nevin Dawson hat dieses Mal die eigentliche Anhörung also nur verschoben. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass das Gericht dann anordnet, dass Dotcom wieder hinter Gitter muss.

Bei der Anhörung soll geklärt werden, ob Dotcom gegen seine Auflagen verstoßen hat. Denn die neuseeländische Polizei hatte Dotcom im Jahr 2012 festgenommen. Aus dieser Haft war er nur gegen Auflagen auf freien Fuß entlassen worden.

Gegen Dotcom läuft ein Gerichtsverfahren wegen Urheberrechtsverletzungen in riesigem Ausmaß, weil Dotcom mit Megaupload eine Filesharing-Plattform betrieben hat, auf der vielfach Raubkopieren verbreitet wurden. Die Vereinigten Staaten von Amerika fordern deshalb seine Auslieferung, damit er sich in den USA wegen dieser Vorwürfe vor Gericht verantworten muss.

Kim Dotcom behauptet selbst, dass er pleite sei. Weil seine Rechtsanwälte zehn Millionen US-Dollar für seinen Prozess verbraten hätten. Und dann ihr Mandat niedergelegt hätten, als er sie nicht mehr bezahlen konnte.

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