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Kim Schmitz Ende Mai vor Gericht

14.05.2002 | 17:20 Uhr |

Vier Monate nach seiner Verhaftung in Thailand muss sich der Investment-Unternehmer und Ex-Hacker Kim Schmitz von 27. Mai an wegen illegalen Insiderhandels vor dem Amtsgericht München verantworten.

Vier Monate nach seiner Verhaftung in Thailand muss sich der Investment-Unternehmer und Ex-Hacker Kim Schmitz von 27. Mai an wegen illegalen Insiderhandels vor dem Amtsgericht München verantworten. Der schillernde Drei-Zentner-Mann alias "Dr. Kimble" wird beschuldigt, sich durch verbotene Geschäfte mit Aktien des niederländischen Internet-Unternehmens Letsbuyit.com einen Gewinn von mehr als 1,1 Millionen Euro erschlichen zu haben.

Anfang des Jahres war gegen Schmitz Haftbefehl erlassen worden, er hatte sich jedoch bereits nach Bangkok abgesetzt. Dort kamen ihm wenig später Zielfahnder des Bundeskriminalamtes auf die Spur, Schmitz wurde in einem Luxushotel festgesetzt.

Der Angeklagte war Vorstandsvorsitzender der Kimvestor AG mit Sitz in München. Er soll dadurch Kenntnis der börsennotierten und konkursreifen Firma LetsBuyit.Com N.V. gehabt haben. Laut Anklage teilte er dem Vorstandsvorsitzenden von LetsBuyit.com seine Bereitschaft mit, 1,15 Millionen Euro zur Abwendung des Konkurses zu investieren. Darüber sollte sein Gesprächspartner im Gegenzug eine so genannte positive Ad-hoc-Meldung herausgeben mit dem Ziel eines Kursanstiegs der Firmenaktien.

Tatsächlich stiegen die Aktien Anfang 2001 um über 100 Prozent, Schmitz konnte seine Wertpapiere mit erheblichem Gewinn veräußern. Geschädigt fühlen sich unter anderem Bekannte von "Dr. Kimble" aus dem Münchner Rotlichtmilieu.

Anklage gegen "Dr. Kimble" erhoben (PC-WELT Online, 21.02.2002)

Ex-Hacker Schmitz in München verhaftet (PC-WELT Online, 22.01.2002)

Kim Schmitz soll ausgeliefert werden (PC-WELT Online, 21.01.2002)

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