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Kim Dotcom jubelt: Zugriff auf Teil seines Vermögens

05.05.2015 | 12:14 Uhr |

Kim Dotcom darf auf sein bisher gesperrtes Vermögen zugreifen, um seine monatlichen Lebenshaltungskosten von 115.000 Euro und seine Rechtsanwaltskosten bezahlen zu können.

Kim Dotcom alias Kim Schmitz hat derzeit wieder Oberwasser. Denn eine Richterin hat angeordnet, dass er auf Teile seines bisher gesperrten Vermögens zugreifen kann. Damit er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.

Dazu muss man wissen, dass Kim Dotcom seine monatlichen(!) Lebensunterhaltskosten mit 170.000 neuseeländische Dollar (rund 115.000 Euro) angibt. Nachdem vor längerer Zeit ein Gericht große Teile von Kim Dotcoms Vermögen gesperrt hatte, durfte der berühmt-berüchtigte Internet-Unternehmer aber nur noch auf 20.000 Neuseeland-Dollar (13.600 Euro) pro Monat für seinen eigenen Unterhalt und den seiner Familie (Ehefrau Mona, von der Schmitz aber getrennt lebt, und seine Kinder) zugreifen.

Schmitz jammerte: „gebrochen“, „bettelarm“ und „hilflos"

Kim Schmitz hatte sich über diese Summe bitter in einer richterlichen Anhörung beklagt, weil er damit nicht die Kosten für sein Auslieferungsverfahren, seinen und seiner Familie Lebensunterhalt und den Unterhalt seines Nobelanwesens bestreiten könne. Er sei „gebrochen“, „bettelarm“ und „hilflos“ klagte Schmitz der Richterin. Dotcom muss allein für sein luxuriöses Anwesen 80.000 Neuseeland-Dollar (54.300 Euro) Miete pro Monat bezahlen. Der Mietvertrag läuft noch bis Februar 2016.

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Dieser für Schmitz sicherlich unerträgliche Zustand wurde nun durch einen neuen Gerichtsbeschluss beendet. Das Enfant Terrible der Internet-Branche kann nun jeden Monat auf die für seinen 115.000-Euro-Lebensunterhalt notwendigen Finanzmittel zugreifen, wie die Zeitung Auckland Now schreibt.

Zusätzlich hat die Richterin Patricia Courtney vom High Court in Auckland Kim Schmitz erlaubt, dass er sein bisher gesperrtes Vermögen auch dafür verwenden darf, um seine Rechtsanwaltskosten zu bezahlen. Denn gegen Schmitz läuft ein Auslieferungsverfahren, in dem die USA seine Auslieferung erreichen wollen (die US-Behörden werfen Schmitz wegen des Betriebs der Sharehosting-Plattform Megaupload mannigfachen Verstoß gegen das Urheberrecht vor).

Das (gesperrte) Vermögen von Kim Schmitz soll sich auf rund 8 Millionen Euro belaufen. Es ist per richterlicher Anweisung seit Januar 2012 für Kim Schmitz gesperrt.

Kim Schmitz bejubelte die Gerichtsentscheidung enthusiastisch auf Twitter.

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