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Killerspiele: Das meinen unsere Kollegen der Gamestar

23.11.2006 | 13:45 Uhr |

Auch die Kollegen unserer Schwesterpublikation Gamestar haben bereits auf die "Killerspiel"-Diskussion reagiert und einige Beiträge zu diesem Thema veröffentlicht.

Gamestar-Kommentar (Auszug):

Versagen auf der ganzen Linie
Die neue Debatte um ein Verbot von »Killerspielen« ist nachrangig, irreführend und populistisch. Sie demonstriert das Unvermögen von Politik und Medien, nach den gesellschaftlichen Ursachen zu suchen.
Natürlich ist da Ratlosigkeit, und Ratlosigkeit ist kein befriedigender Zustand. Zwei Tage nach dem Amoklauf des 18jährigen Sebastian B. in einer Realschule in Emsdetten weiß man viel über ihn und die gravierenden Probleme, die sich wahrscheinlich zum Auslöser der Tat verdichtet haben. Er brodelte vor Hass. Er sah keinen Sinn mehr in seinem Leben. Er fühlte sich ausgegrenzt und gedemütigt. Er fiel dreimal in der Schule durch. Er kam an Waffen, die er nicht hätte besitzen dürfen. Er bastelte Bomben, ohne das es jemand bemerkte. Er schottete sich ab, ohne dass jemand reagierte. Es sieht aus, als hätten alle weggeschaut, die hätten hinschauen sollen. Viel Stoff für die Ursachenforschung. Versagen auf der ganzen Linie
Stattdessen steht zwei Tage nach der Tat auf den Titelseiten der Tageszeitungen: "Killerspiele endlich verbieten!" (Abendzeitung), "Machen Killer-Spiele gewalttätig?" (TZ), "Union will Killerspiele verbieten" (Süddeutsche Zeitung). Die ARD-Tagesthemen sprechen vom "Massaker per Mausklick" und lassen Norbert Carius von Saarländischen Rundfunk kommentieren: "Die freiwillige Selbstkontrolle der Spieleindustrie ist eine Lachnummer."
Zum vollständigen Kommentar gelangen Sie über diesen Link .

Daneben finden Sie bei unseren Kollegen ein Interview mit Dr. Peter Vorderer . Er ist Professor für Kommunikationswissenschaft und Psychologie an der University of Southern California in Los Angeles, wo derzeit sehr intensiv und interdisziplinär über Computer- und Videospiele geforscht und gelehrt wird. Vorderer ist Herausgeber der Fachzeitschrift MEDIA PSYCHOLOGY. In diesem Jahr ist ein von ihm und Jennings Bryant herausgegebener Band mit dem Titel "Playing Video Games" bei Lawrence Erlbaum Associates erschienen, der die empirische Forschung in diesem Bereich erstmals umfassend darstellt.

Den Abschluss bildet der Artikel Presse contra Killerspiele ( Auszug ):
"Wie gefährlich sind Ballerspiele?" Diese Frage stellt die tz in ihrer heutigen Ausgabe, und liefert auch gleich die passenden Antworten, die das Medium und Massenphänomen Computerspiel näher erklären sollen. Antworten, die verunsicherte Eltern brennend interessieren. Antworten, die teilweise schlichtweg falsch sind. Schlechte Recherche zum Thema "Killerspiele" zieht sich derzeit wie ein roter Faden durch die deutsche Presselandschaft. Ein paar Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

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