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Google löscht zwei Android-Apps per Fernzugriff

28.06.2010 | 12:41 Uhr |

Google hat erstmalig zwei Apps auf Android-Handys per Fernzugriff gelöscht. Dar es sich um harmlose Apps handelte, wird angenommen, dass Google den Ernstfall proben wollte.

Nicht nur Apple kann bei iPhones per Fernzugriff installierte Apps wieder von den Geräten der Anwender entfernen. Auch Google hat sich diese Möglichkeit bei den Android-Handys gesichert und nun auch erstmalig von der dieser so genannten "Kill Switch"-Funktion Gebrauch gemacht.

Dabei traf es zwei an sich harmlose Apps für Android-Handys, die Sicherheitsexperten für Forschungszwecke erstellt und anschließend über den Android-Marktplatz verbreitet hatten. Google gibt als Grund für die Entfernung der Apps an, dass diese praktisch nutzlos gewesen seien und die Android-Nutzer sie ohnehin in der Regel kurz nach der Installation bereits wieder entfernten. Außerdem hätten die Apps ihre wahre Funktion verschleiert und dadurch die Anwender dazu animiert, sie herunterzuladen.

Die Entwickler selbst hatten ihre beiden Apps bereits aus dem Android Market entfernt. Bei allen Android-Nutzern, die die Apps nicht selbst deinstallierten, half Google nun per Fernzugriff auf die Android-Handys nach und deinstallierte die beiden betreffenden Apps. Fügt aber auch gleich hinzu, dass die betreffenden Apps keinerlei Schäden auf den Android-Handys anrichteten und auch nicht auf die Daten der Nutzer unberechtigt zugriffen.

Die "Kill Switch"-Funktion hat Google - ebenso wie andere Hersteller - eingebaut, um im Falle eines Falles eine gefährliche Software auf den Handys per Fernzugriff löschen zu können. In diesem Falle wurde diese Funktion aber erstmalig bei zwei an sich harmlosen Apps eingesetzt. Vielleicht wollte Google ja auch nur ausprobieren, ob die "Kill Switch"-Funktion wirklich funktioniert…

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