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Kill-Switch-Gesetz für Handys tritt am 1. Juli 2015 in Kraft

26.08.2014 | 10:45 Uhr |

Das in Kalifornien nun beschlossene Kill-Switch-Gesetz für Smartphones wird wahrscheinlich auch alle im Rest der Welt verkauften Geräte betreffen.

In Kalifornien ist das so genannte "Kill Switch"-Gesetz am Montag unterzeichnet worden und kann damit am 1. Juli 2015 in Kraft treten. Das Gesetz sieht vor, dass die Smartphone-Hersteller in ihre Geräte einen "Kill Switch" einbauen müssen, über den die legitimen Besitzer aus der Ferne das Smartphone sperren und die darauf befindlichen Inhalte löschen können. Die Gültigkeit des Gesetzes ist zwar auf Kalifornien begrenzt, allerdings wird erwartet, dass es sich auf alle weltweit verkauften Smartphones auswirken wird.

Das Gesetz sieht vor, dass der Käufer eines Smartphones bei der Einrichtung über die "Kill Switch"-Funktion informiert und diese aktivieren kann. Anschließend hat der so authorisierte Nutzer die volle Kontrolle über das Gerät und kann es so jederzeit deaktivieren, falls es beispielsweise verloren gehen oder gestohlen werden sollte. Die Smartphone-Hersteller müssen das System so implementieren, dass es Unberechtigte nicht umgehen können. Es soll selbst einer Neuinstallation des Geräts standhalten. Wie die Hersteller dies realisieren, bleibt ihnen überlassen.

Apple hatte bereits auf das kommende Gesetz reagiert und in iOS 7 die Funktion "Activation Lock" eingeführt. Bisher werden neue iPhones noch nicht mit aktiviertem "Activation Lock" ausgeliefert, was sich aber in naher Zukunft ändern wird. Ansonsten erfüllt "Activation Lock" die Vorgaben des Gesetzes. Microsoft und Google haben angekündigt, ähnliche Funktionen in den kommenden Versionen ihrer mobilen Betriebssysteme einführen zu wollen.

Mark Leno, Mitglied des Senats von Kalifornien und Befürworter des Gesetzes, betonte nach Unterzeichnung des "Kill Switch"-Gesetzes, dass die Einführung der neuen Funktion dazu führen werde, dass der Anreiz für das Stehlen von Smartphones und der damit verbundenen Gewaltverbrechen der Vergangenheit angehören würden.

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