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Kernkraftwerke üben Hackerabwehr nach Daten-Diebstahl

22.12.2014 | 13:47 Uhr |

Die Kernkraftwerkbetreiber in Südkorea üben derzeit die Abwehr eines Hackerangriffs. Grund: Im Internet sind Details über südkoreanische Kernkraftwerke aufgetaucht.

Wie Reuters berichtet haben Hacker technische Details über südkoreanische Kernkraftwerke im Internet veröffentlicht. Das hat in Südkorea für Unruhe gesorgt. Gerade mit dem angeblichen Sony-Hack,der von Nordkorea ausgegangen sein soll, im Hintergrund fürchten südkoreanische Sicherheitskreise ähnliche Hackerangriffe von Nordkorea gegen Atomkraftwerke in Südkorea.

Bei den gestohlenen und im Internet veröffentlichten Dokumenten handelt es sich um Diagramme, Mitarbeiterakten, Ausstattungsdetails, Stromfluss-Zeichnungen und Einschätzungen zur radioaktiven Belastung von Anwohnern. Zudem forderte der Hacker die Schließung bestimmter Atom-Anlagen. Das eigentliche Kontrollsystem der Kernreaktoren soll aber nicht gehackt worden sein, wie die Betreiberfirma betont. Sicherheitsexperten konnten zudem laut Reuters eine IP-Adresse lokalisieren, von der der Angriff ausgegangen ist. Wo sich dieser Standort befindet, wollte die Sicherheitsexperten jedoch nicht sagen.

Korea Hydro and Nuclear Power (KHNP) , die Betreiberin der 23 südkoreanischen Kernkraftwerke, hat deshalb eine zweitägige Übung zur Abwehr von Hackerattacken angesetzt. Sie findet in vier Kernkraftwerken statt.
 

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