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Kepler-Teleskop geht offline

18.05.2013 | 11:04 Uhr |

Bereits 132 erdähnliche Planeten konnten mit dem NASA-Teleskop Kepler aufgespürt werden. Nun hat sich das Weltraum-Fernrohr überraschend abgeschaltet.

Mit dem Kepler-Teleskop begibt sich die NASA seit 2009 auf die Suche nach fernen Planeten. Das leistungsfähige Fernglas ist nun unerwartet offline gegangen. Wissenschaftler und Techniker wollen Kepler zwar wieder flottmachen, die Chancen dafür stünden allerdings nicht gut.

Der Grund für die Funktionsstörung des 600 Millionen Dollar teuren Teleskops ist im Ausfall eines Trägheitsrades zu finden. Schon im Juli 2012 fiel eines der vier zur Lageregelung nötigen Bauteile aus. Für den Betrieb sind mindestens drei dieser Räder notwendig. Daher versetzte sich das Teleskop nun selbstständig in den Ruhezustand.

Es gäbe laut NASA zwar unterschiedliche Möglichkeiten, um Kepler wieder zu reparieren, eine Dauerlösung sei jedoch noch nicht in Sicht.

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Daher besteht zumindest die Möglichkeit, dass sich die US-amerikanische Weltraumbehörde von ihrem Fernrohr trennen muss. Trotzdem fällt die Bilanz von Kepler gut aus: Insgesamt wurden 3.000 Planeten untersucht, von denen auf 132 möglicherweise Leben vorkommen könnte. Die Auswertung der gesammelten Daten würde noch mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen.

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