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Keine gefälschten Rolex bei Auktion

13.11.2000 | 16:37 Uhr |

Wer im Urlaub über Marktplätze oder Basare schlendert, kennt sie: Plagiate von Markenartikeln. Ob "Mike", "Hoppa" oder "Didas" - sie sehen dem Original mal mehr, mal weniger ähnlich, haben aber sonst nichts mit dem wahren Hersteller zu tun. Ein Gericht in Köln beschäftigte sich nun mit der Frage, ob derartige Artikel bei Online-Auktionen angeboten werden dürfen, oder nicht.

Das Hamburger Online-Unternehmen ricardo.de darf keine gefälschten Rolex-Uhren mehr im Internet versteigern. Dies geht aus einem am Montag veröffentlichten Urteil der 33. Zivilkammer des Landgerichts Köln hervor (Az: 33 O 251/00).

Die Internet-Auktionen stellen einen Verstoß gegen das deutsche Markenrecht dar, da die Fälschungen mit den von der Herstellerin der Originaluhren verwendeten Wort- und Bildzeichen gekennzeichnet seien, heißt es in der Urteilsbegründung.

Damit entsprachen die Kölner Richter der Klage der Schweizer, die die Originale der Rolex-Uhren herstellen und vertreiben. Das Markenzeichen Rolex ist als reine Wortmarke bereits seit 1913 durch das Madrider Markenabkommen geschützt. (PC-WELT, 13.11.2000, dpa/ mp)

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