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Keine fehlenden Videofunktionen bei Nvidias neuen Chips

02.11.2004 | 16:10 Uhr |

Fehlende Videoeigenschaften in 6800er-Chips sind doch nur ein Gerücht.

Nvidia hat zum Verkaufsstart seiner neuen Grafikkartengeneration Geforce 6800 nicht nur mit den höheren Leistungswerten bei 3D-Anwendungen geworben. Die Rechner-CPU soll auch beim De- und Encodieren von Videomaterial spürbar entlastet werden. Erst nach dem Produktstart lieferte Nvidia dann Treiber, die den Videoprozessor freischalteten. Aber auch diese funktionieren bei den 6800er-Modellen selbst heute noch nicht richtig: Während die MPEG-II- und -4-Formate problemlos abgearbeitet werden, gibt es mit dem Windows-Media-Video-9-Codec (WMV 9) weiterhin Probleme. Da die Mittelklasse-Chips Geforce 6600 und 6200 bereits deutlich effektiver werkeln, kam das Gerücht auf - das erste Mal bei Anandtech -, dass die Chips der 6800er Serie einen Defekt im Videoprozessor hätten. Die Meldung wurde von Anandtech zwar später revidiert, aber dennoch von vielen Foren und Magazinen weitergegeben.

Auch wir berichteten am 14.04.2004 - zum ersten Testmuster der Geforce 6800 Ultra - von den neuen Videoeigenschaften, allerdings schon mit der Einschränkung "Der spezielle Treiber unseres Vorabmodells unterstützte die Hardware-seitige Videobeschleunigung nicht. Der endgültige Treiber soll diese Möglichkeit jedoch freischalten und somit die Rechner-CPU beim En- und Decodieren von Videomaterial im Divx- sowie MPEG-I-, -II- und -4-Format entlasten."

Laut Nvidia tritt die geringere Performance nur beim Decodieren von Windows-Media-Video-9-Videos auf - zumindest mit dem aktuellen Treiber 61.77. Dies soll sich laut Nvidia aber bis zur Kalenderwoche 47 ändern, wenn der Chiphersteller einen neuen Treiber (Version 66.9x) veröffentlicht. Und dass die jüngeren Chips Geforce 6600 und 6200 schneller arbeiten, läge lediglich daran, dass die Video-Engine verbessert wurde.

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