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Keine Wolken über Sonnet

08.08.2000 | 18:08 Uhr |

Sonnet soll seine Flatrate-Nutzer schon nach 60 Minuten aus dem Netz schmeißen. Und dies obwohl laut AGB die Zwangstrennung erst nach 12 Stunden erfolgt. Laut hätten sich schon viele Kunden beschwert. Bei der Zwangstrennung würde auch keine Rücksicht darauf genommen, ob gerade ein Datentransfer erfolge oder nicht.

Bei Sonnet, dem Flatrate-Angebot der Firma Versatel, sollen die Flatrate-Nutzer schon nach 60 Minuten aus dem Netz geschmissen werden. Und dies obwohl laut AGB die Zwangstrennung erst nach 12 Stunden erfolgt. Laut Angaben mehrerer Webseiten hätten sich schon viele Kunden beschwert. Bei der Zwangstrennung würde auch keine Rücksicht darauf genommen, ob gerade ein Datentransfer erfolge oder nicht.

Der zuständige Produktmanager bei Versatel soll gegenüber einem Webmagazin die Zwangstrennungen bestätigt haben. Diese seien erfolgt, um den Missbrauch von Sonnet zu verhindern. Dieser Missbrauch hätte dazu geführt, dass die ganze Flatrate in Frage gestellt würde.

"Das stimmt alles nicht und wir haben überhaupt keinen Produktmanager", teilte Marketing Manager Mirko Windmüller von Versatel der PC-WELT auf Anfrage mit. Die Trennung nach 60 Minuten sei aufgrund technischer Probleme erfolgt.

In der offiziellen Mitteilung von Dienstagabend betont Windmüller, dass keine beabsichtigte Veränderung der Produktspezifikationen vorliegt. "Eine automatische Trennung wird regulär erst nach 12 Stunden durchgeführt, wobei selbst dann eine sofortige Wiedereinwahl möglich ist", so Windmüller.

Ein technischer Fehler sei für die Verbindungsabbrüche verantwortlich gewesen. Dieser sei nach Ausbau- und Umstellungsarbeiten an den Authentisierungssystemen entstanden. "Sonnet steht den Sonne-Kunden damit wieder in der gewohnten Qualität zur Verfügung", ergänzt Windmüller.

Mirco Windmüller bestätigte auch, dass es verschiedene Formen der Mehrfachnutzung oder dem unnötigen und konstanten Aufrechterhaltung der Verbindung über Tage hinweg gegeben habe. Deshalb werde nun der Unterbindung missbräuchlicher Nutzung erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt.

"Sonne wird nicht von seinen Gedanken des Festpreisangebotes abrücken, sondern lediglich versuchen, eine missbräuchliche Nutzung zu verhindern", verspricht Windmüller. Das sei vor allem im Intresse der regulären Nutzer von Sonnet. (PC-WELT, 08.08.2000, pk)

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