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Keine Warez mehr über Freedrive

23.01.2001 | 12:17 Uhr |

Freedrive gehört zu den großen Anbietern von kostenlosem Speicherplatz im Internet. Nach einer kurzen Anmeldung erhält man dort 50 Megabyte davon zur Verfügung. Und darf außerdem mit Hilfe der "File-Sharing"-Funktion Daten mit anderen Anwendern tauschen. Diese Funktion stellen die Betreiber von Freedrive nun ein. Der Grund: die große Beliebtheit des Service in der Raubkopier-Szene.

Freedrive gehört zu den großen Anbietern von kostenlosem Speicherplatz im Internet. Nach einer kurzen Anmeldung erhält man 50 Megabyte davon zur Verfügung und darf außerdem mit Hilfe der "File-Sharing"-Funktion Daten mit anderen Anwendern tauschen. Diese Funktion stellen die Betreiber von Freedrive nun ein.

In einer Mail an alle Mitglieder wird dieser Schritt damit begründet, dass die "File Share"-Funktion von vielen Anwendern dazu missbraucht worden ist, illegale Kopien kommerzieller Software zu verbreiten. Ursprünglich war diese Funktion dafür gedacht, dass die Mitglieder untereinander Bilder und andere Dokumente austauschen können.

"In unseren Bemühungen, mit Software-Produzenten und dem US-Justizministerium zusammenzuarbeiten, haben wir uns dazu entschieden, jegliche Nutzung der öffentlichen Tausch-Funktion einzustellen", schreibt David A. Falter, Chef von Freedrive, in einer Mail an alle Freedrive-Mitglieder.

Die private Tausch-Funktion per Einladung bleibt aber weiterhin aktiv. Abzuwarten bleibt nun, ob andere Anbieter, wie etwa Idrive.com, diesem Beispiel folgen werden. Auch dieser Anbieter erfreut sich bei der Raubkopier-Szene großer Beliebtheit. (PC-WELT, 23.01.2001, pk)

www.freedrive.com

Mit Tesa gegen Raubkopierer (PC-WELT Online, 05.01.2001)

Intel tunt Raubkopier-Software (PC-WELT Online, 28.11.2000)

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