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Keine Fernseh-Shows im Netz

Hollywood will gegen das Geschäft mit Fernsehshows via Internet vorgehen. Wie so oft bei Internet-Streitereien sind auch hier Urheberrechtsverletzungen Gegenstand der Klage.

Hollywood will gegen das Geschäft mit Fernsehshows via Internet in den USA vorgehen. Wie der US-Dienst CNet berichtet, hatten die Motion Picture Association und zahlreiche Film- und Fernsehstudios die Firma RecordTV.com wegen Verletzung von Urheberrechten verklagt.

Das Unternehmen hatte die Programme von 42 Stationen des Kabelfernsehnetzes von Los Angeles ins Internet eingespeist. Auf Bestellung zeichnete es bestimmte Sendungen auf und schickte sie dem Kunden via Internet. Firmengründer Simon hatte die Website ursprünglich für seine Kinder eingerichtet. In den vergangenen Monaten war der Ansturm auf den "Internet-Videorecorder" aber immer größer geworden - teilweise zählte David Simon fast zwei Millionen Anwender pro Tag.

Den Vorwurf der Urheberrechtsverletzung weist Simon von sich. Er habe stets darauf geachtet, dass sein Dienst nicht mehr Funktionen biete als ein normaler Videorecorder.

Die Produzenten der TV-Shows fürchten, dass ihnen durch solche Angebote die lukrativen Märkte für den Weiterverkauf ihrer Serien verloren gehen. Inzwischen ist die Website von RecordTV vom Netz genommen worden. (PC-WELT, 17.06.2000, sp)

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