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Keine Chance für den Gilb

Eine besondere chemische Schicht soll Fotodrucke aus dem Tintenstrahler gegen das Vergilben besser schützen, weil sie die Farben besonders lange vor schädlichen Umwelteinflüssen bewahrt. Hersteller Ferrania reklamiert die höchste Langzeitstabilität für sein Fotopapier.

Die Farben in Fotopapieren für Tintenstrahler nimmt eine Druckschicht auf, die entweder aus quellendem oder aus mikroporösem Material besteht. Für schnelles Drucken eignen sich mikroporös beschichtete Papiere besser, weil sie die Farbe dank der winzigen Öffnungen sehr schnell aufsaugen - sie fühlen sich sofort trocken an. Mikroporöse Inkjet-Hochglanzpapiere sind daher sehr wischfest und bringen sowohl mit pigmentierten Tinten als auch mit Farbstofftinten gute Resultate.

Ihr Nachteil ist die Langzeitstabilität: Während quellende Druckschichten die Tinte in eine gelatineartige Masse einlagern, die sie vor den Einflüssen der Umgebung schützt, dringen durch die Mikroporen Gase ungehindert zu den Farben vor und greifen sie chemisch an. Insbesondere Sauerstoff beziehungsweise Ozon setzt ihnen zu, es kommt zu "oxidativem Vergilben". Das Phänomen bewirkt, dass Inkjet-Drucke bereits nach einem halben Jahr bis zu 70 Prozent ihrer Farbdichte einbüßen.

Ohne spezielle Schutzschichten vergilben mikroporöse Papiere schneller als quellende
Vergrößern Ohne spezielle Schutzschichten vergilben mikroporöse Papiere schneller als quellende
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