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In Krisenzeiten nicht an der IT-Sicherheit sparen

26.06.2009 | 11:42 Uhr |

Budgetkürzungen und Personalabbau in Zeiten der Wirtschaftskrise dürfen nicht zu Sicherheitsmängeln in der IT führen. Das Sicherheitsunternehmen Safenet nennt dafür einige Beispiel beziehungsweise typische Gefahrenstellen.

Studien von KPMG und Deloitte zufolge sparen Unternehmen derzeit vorrangig bei der Anschaffung von Technologien. „Durch den Verzicht auf wichtige Sicherheitsmaßnahmen steigt das Risiko von Datenpannen und -missbrauch erheblich. Die damit einhergehenden Kosten und Imageschäden sind ein Luxus, den sich Unternehmen gerade in Krisenzeiten nicht erlauben können“, führt Ansgar Dodt, Director of Sales Embedded Systems EMEA bei SafeNet aus. Der Sicherheitsexperte zeigt, welche Stolperfallen es beim Thema IT-Sicherheit auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu vermeiden gilt:

1. Unvollständiges Verschlüsselungskonzept
Eine Firewall schützt vor Angriffen von außen. Nicht selten kommen Eindringlinge jedoch einfach durch die Tür. Um Daten sicher vor unberechtigtem Zugriff durch Dritte zu schützen, ist es daher notwendig, eine umfassende Verschlüsselungsstrategie zu erarbeiten. Dabei sollten Unternehmen klären, welche Daten besonders sensibel sind, und wo diese abgelegt wurden. Für eine umfassende Sicherheit müssen die Daten an allen Speicherorten geschützt werden und nicht nur dort, wo sie am einfachsten erreichbar scheinen. Klar definierte Rollen und Rechte sowie eine feinmaschige Zugangskontrolle sorgen für Sicherheit und ermöglichen gleichzeitig den Datenzugriff für autorisierte Personen.

2. Nicht vorhandenes Key-Management
Die lückenlose Datensicherheit umfasst auch ein entsprechendes Management der Keys (Schlüssel). Eine wasserdichte Aufbewahrung der Schlüssel ist essenziell: So genannte Hardware-Sicherheitsmodule (HSMs) eignen sich dazu, sichere Keys zur Verschlüsselung zu erzeugen und diese über den gesamten Lebenszyklus zu schützen. Das garantiert, dass die Keys nicht unbemerkt missbraucht werden können.

3. Sorgloser Umgang mit Passwörtern
Im Prinzip ist weitläufig bekannt, dass Passwörter aus komplizierten Buchstaben-Zahlen-Kombinationen bestehen sollten, regelmäßig gewechselt und keinesfalls auf dem Schreibtisch notiert oder an Kollegen weitergegeben werden sollen. Dennoch sieht die Realität oft anders aus, und Benutzer wählen entweder leicht zu merkende (schwache) Passwörter oder vertrauen immer auf das gleiche Kennwort. Zusätzliche Sicherheitslecks können bei mit Personalabbau verbundenen Restrukturierungen auftreten, wenn Kennwörter ausgeschiedener Mitarbeiter nicht aufgehoben oder Zugriffsberechtigungen nicht an die neue Organisationsstruktur angepasst werden. Alternativ können Unternehmen ihre Mitarbeiter mit einer Single Sign On-Lösung ausstatten. Damit lassen sich alle benötigten Passwörter sicher auf einer Smartcard speichern. Gemerkt werden muss dabei nur das für den Zugriff auf die Chipkarte nötige Kennwort. Diese Lösung stärkt Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Richtlinien zur regelmäßigen Änderung der Passwörter und der Verwendung starker, schwer zu hackender Zahl-Buchstaben-Kombinationen.

4. Mangelnde Sicherheit beim Remote-Zugriff
Viele Beschäftigte greifen täglich mindestens einmal von unterwegs auf geschäftskritische Daten zu. Doch die Sicherheitsmaßnahmen hinken hier bislang oft hinterher – das ergab eine Studie von SafeNet im Februar 2009. Fast die Hälfte der Firmen, die ihren Mitarbeitern den Fernzugriff auf Unternehmensdaten ermöglichen, verfügen über keine offiziellen Richtlinien zur Regelung des Fernzugriffs. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung mit Smartcards oder Token stellt sicher, dass nur autorisierte Personen Zugriff auf die Unternehmensdaten erhalten. Der IT-Administrator kann zudem Sicherheitsrichtlinien festlegen. Bevor der User dann Zugriff erhält, wird – je nach Richtlinie – beispielsweise die Signatur des Antivirenschutzes abgefragt, oder ob eine persönliche Firewall vorhanden ist.

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