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Kein Linux mehr nach "Xbox Live"-Update

17.09.2003 | 10:18 Uhr |

Das "Xbox Linux Project" hat heftige Kritik an Microsoft wegen dem kürzlich erschienen ersten großen Update für den "Xbox Live"-Dienst geübt. Das Update bietet einige neue Funktionen für den Dienst, hat allerdings auch einen Nebeneffekt: Es schließt eine Sicherheitslücke, die es bislang erlaubte, Linux über den so genannten "MechInstaller"-Trick auf der Spielekonsole zu installieren. Außerdem äußert die Gruppe den Verdacht, dass Microsoft Daten auf der Festplatte der Xbox lösche und die Konsole nach Hause telefoniere.

Das " Xbox Linux Project " hat heftige Kritik an Microsoft wegen dem kürzlich erschienen ersten großen Update für den "Xbox Live"-Dienst geübt. Dieses Update installiert sich automatisch nach dem Einschalten der Konsole. Zu den neuen Funktionen gehört die Möglichkeit, jederzeit mit Freunden über Mikrofon und Kopfhörer reden zu können, ohne dafür wie bisher ein Xbox-Spiel starten zu müssen.

Das Update hat allerdings auch einen Nebeneffekt: Es schließt eine Sicherheitslücke, die es bislang erlaubte, Linux über den sogenannten "MechInstaller"-Trick auf der Spielekonsole zu installieren. Seit dem Update funktioniert diese Methode nicht mehr.

Michael Steil weist in einem weiteren Beitrag auf der Website des "Xbox Linux Project" darauf hin, dass durch das Update auch Daten auf der Festplatte seiner Spielekonsole gelöscht worden seien, die er mit Linux angelegt habe.

"Ich besitze die Xbox und ich habe dafür bezahlt und ich habe sie in der Europäischen Union gekauft. Ich habe Microsoft niemals erlaubt über das Internet meine Xbox zu verändern", so Steil. Steil fordert von Microsoft, dass das Unternehmen damit aufhöre. Außerdem solle ihm Microsoft bei der Wiederherstellung der verloren gegangenen Daten helfen.

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