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Kein Libretto: Transmeta kann nicht liefern

26.06.2001 | 10:38 Uhr |

Es sollte das Comeback des Jahres werden: Im August wollte Toshiba den Notebook-Winzling Libretto in Europa wieder auferstehen lassen, nachdem man die Produktion vor rund zwei Jahren eingestellt hatte. Doch Toshiba musste den Produktstart nun erst einmal absagen, eine wichtige Rechner-Komponente sei nicht verfügbar.

Es sollte das Comeback des Jahres werden: Im August wollte Toshiba den Notebook-Winzling Libretto in Europa wieder auferstehen lassen, nachdem man die Produktion vor rund zwei Jahren eingestellt hatte. Doch das Boxer-Motto "They never come back" gilt wohl auch für den Libretto: Toshiba sagte den Produktstart erst mal ab. Eine wichtige Rechner-Komponente sei nicht verfügbar, deshalb könne der Libretto nicht rechtzeitig auf den Markt gebracht werden.

Der Schuldige heißt wohl Transmeta. Denn Crusoe, die stromsparende CPU der amerikanischen Firma, sollte den Libretto antreiben. In Japan verkauft Toshiba bereits ein Modell mit Crusoe 600 MHz. In Europa wollte das Unternehmen auf einen höher getakteten Crusoe-Prozessor setzen, der aber nun nicht in ausreichenden Stückzahlen verfügbar ist.

Ob und wann der Libretto nun (wieder) auf den Markt kommt, ist ungewiss - ebenso ob Transmeta noch mal eine Chance als Prozessor-Lieferant erhält oder ob nicht doch Intel mit seinen neuen Mobilprozessoren mit geringerer Betriebsspannung (Mobile Celeron und Mobile Pentium III Low Voltage und Ultra Low Voltage) das Rennen macht.

Unruhe um Transmeta gab es bereits Ende letzten Jahres: In Notebooks von NEC und Sony, die in Japan verkauft wurden, tauchten fehlerhafte Crusoe-Prozessoren auf. Und letzte Woche musste Transmeta eine Umsatzwarnung herausgeben, da die Nachfrage auf dem japanischen Notebook-Markt stark nachgelassen hatte.

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