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Vodafone und T-Mobile werden Skype erlauben

12.05.2009 | 14:08 Uhr

T-Mobile rudert zurück. Mit den neuen Nokia-Handys, die sich einfach für Skype-Telefonate über UMTS und WLAN nutzen lassen, habe man keine Probleme.

Das Nokia N97 werde es entgegen anderslautenden Medienberichten auch bei T-Mobile geben, sagte T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow der Deutschen Presseagentur (DPA). Diese Meldung veröffentlichte auch die Tageszeitung Die Welt, deren Artikel vom Sonntag die "anderslautenden Medienberichte" erst ausgelöst hatte.

Genau wie Vodafone prüfe auch T-Mobile einen Sondertarif für die Nutzung von Skype auf dem Handy. Für Skype werde es künftig spezielle Datentarife geben, hatte der Vodafone-Sprecher Kuzey Esener am Montag gesagt. Es gebe keinen Streit mit Nokia und seine Firma sei weit entfernt von einem Boykott gegen die Handys des finnischen Herstellers.

Skype ist seit vier Jahren für Mobiltelefone verfügbar und gehört seitdem jeden Monat zu den am häufigsten heruntergeladenen Programmen für Windows Mobile. Doch erst durch Nokias Ankündigung vom Februar, Skype in seine S60-Smartphones zu integrieren, und durch die sechs Wochen alte iPhone-Version wurden die Netzbetreiber wach. T-Mobile und AT&T drohten bereits eine Blockade von Skype-Telefonaten in ihrem Mobilfunknetzen an. Das ist technisch aber nahezu unmöglich, weil die VoIP-Software ihre Telefonate verschlüsselt und ständig die Ports für die Übertragung wechselt.

Man müsste jedes Datenpaket einzeln analysieren, was den Verkehr im Mobilfunk-Internet sehr verlangsamen würde. Das dürfte auch der Grund sein, warum zwar alle deutschen Mobilfunkanbieter die Handy-Nutzung von Skype in ihren Netzen verbieten, aber die Software sich trotzdem benutzen lässt. Wenn Skype sich schon nicht blockieren lässt, dann wollen sie wenigstens dafür kassieren. Die Ankündigen von T-Mobile und Vodafone sind also nur ein logischer Schritt.

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