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Kazaa-Partner verlangt von P2P-Tauschbörsen Lizenzgelder

13.01.2005 | 13:59 Uhr |

Im vergangenen Jahr hatte der Kazaa-Partner Altnet die US-Musikindustrie (RIAA) verklagt. Der Vorwurf: Die RIAA setze Technologien ein, deren Patente Altnet gehören. Nun holt Altnet auch zum Schlag gegen andere P2P-Tauschbörsen aus. Das Unternehmen verlangt unter anderem von Limewire und Bearshare die Zahlung von Lizenzgebühren und droht mit Klagen.

Das Unternehmen Altnet , Partner der Tauschbörse Kazaa, hat damit begonnen, von anderen P2P-Tauschbörsen Lizenzgebühren zu verlangen. Angeschrieben wurden bereits Limewire, Bearshare und Streamcast Networks. Hintergrund: Altnet besitzt ein Patent über die Identifizierung von Dateien in P2P-Netzwerken. Die Technologie trägt den Namen "Truenames".

Sollten die Angeschriebenen nicht zahlen wollen, so droht Altnet laut einem Bericht des US-Nachrichtendienstes Cnet mit rechtlichen Schritten. Altnet besitzt die Patentrechte bereits seit über zwei Jahren.

Warum das Unternehmen so lange gewartet hat, bevor es Lizenzgebühren verlangt, erklärt deren Anwalt, Larry Hadley, mit den Worten: "Wir haben Zeit benötigt, um herauszufinden, wie die P2P-Anwendungen funktionieren." Man sei sich sicher, dass die angeschriebenen Unternehmen wirklich Altnet-Technologien nutzen. "Wenn sie die weiterhin nutzen wollen, dann müssen sie eine Lizenz erwerben", so Hadley.

Altnet hatte bereits im vergangenen Jahr aufgrund seiner Patentrechte Klage gegen die US-Musikindustrie (RIAA) und gegen Unternehmen eingereicht, die Monitoring-Tools für Peer-to-Peer-Netzwerke entwickeln. Ein Gericht wird Ende Oktober über die Klage gegen die RIAA verhandeln.

Kazaa-Partner Altnet beschuldigt Firmen wegen Patentverletzung (PC-WELT Online, 13.11.2004)

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