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Kazaa: Kein Download mehr in Australien

06.12.2005 | 13:29 Uhr |

Die Betreiber der P2P-Tauschbörse haben in der Nacht zum Dienstag damit begonnen, australische Anwender auszuschließen. Wer aus Australien die Website von Kazaa ansteuert, der findet dort nicht mehr den Client zum Download.

Kazaa hat vor einem australischen Gericht im September in einem von der Plattenindustrie initiierten Verfahren verloren und war angewiesen worden, die Tauschbörse so zu modifizieren, dass australische Anwender keine urheberrechtlich geschützten Dateien miteinander austauschen können. Als Frist galt zunächst Anfang Dezember. Allerdings konnte Sharman Networks, die Betreiber von Kazaa, erreichen, dass über einen Aufschub der Frist noch mal verhandelt wird. Die Verhandlung soll im Februar 2006 stattfinden.

Nachdem Sharman Networks es bisher nicht geschafft hat, ein Filtersystem in Kazaa zu implementieren, werden alle australischen Besucher nun auf der Website darauf aufmerksam gemacht, dass der Download und die Nutzung von Kazaa in Australien nicht mehr gestattet ist. Wer allerdings schon Kazaa heruntergeladen hat, der darf es weiterhin nutzen.

Entsprechend unzufrieden äußert sich die australische Plattenindustrie, vertreten durch die Australian Recording Industry Association (ARIA). Schließlich habe das Gericht in seinem Urteil Kazaa angewiesen, den Tausch der urheberrechtlichen Inhalte zu unterbinden. Sharman Networks versucht dagegen das Urteil so zu umgehen, indem einfach die Tauschsoftware nicht mehr zum Download angeboten wird. Die ARIA will bereits in den kommenden Tagen erneut vor Gericht ziehen und die Angelegenheit klären lassen.

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