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Kaufberatung: WLAN

01.03.2004 | 16:02 Uhr |

WIRELESS LAN Die Übertragungsgeschwindigkeit in drahtlosen Netzen steigt rasant - fast so wie die Zahl offener Fragen: Geht das Netz durch Stahlbeton? Wie aufwendig ist die Installation? Welches Gerät besteht den Test? Ein Praxis-Report

WELCHE FUNKTECHNIK BRAUCHE ICH?

SURFER Mail und Internet muss mit DSL-Tempo überall im Haus zur Verfügung stehen.
> 11 Megabit pro Sekunde(IEEE 802.11b)

FILM-FAN Sie wollen bewegte Bilder (im MPEG-2-Format) ruckelfrei und drahtlos genießen.
> 54 Megabit pro Sekunde (IEEE 802.11g)

TEMPO-FREAK Riesige Datenmengen müssen fast so schnell wie per Kabel von Rechner zu Rechner.
> 108 Megabit pro Sekunde (basiert auf IEEE 802.11g)

Immer öfter funkt es in deutschen Büros und Wohnungen zwischen PCs, Notebooks und Organizern. Für drahtlose Netze (Wireless Local Area Network, WLAN) können Sie heute im Wesentlichen unter drei Systemen wählen, die auf einer Frequenz von 2,4 GHz arbeiten. Sie unterscheiden sich in der maximal erreichbaren Übertragungsrate: 11, 54 oder 108 Megabit pro Sekunde (Mbps) stehen zur Wahl - wenigstens auf dem Papier. Statt dieser "Bruttowerte" übertragen die Funknetze in der Praxis nur rund die Hälfte der Daten.

Das ist mehr als genug für schnurloses Surfen und Mailen, weil selbst ein Business-DSL-Anschluss "nur" 1,5 Mbps an Daten aus dem Internet herbeischafft, der übliche DSL-Privatanschluss die Hälfte. Die 11-Megabit-Technik ist mittlerweile günstig zu haben: Verteilstationen (Access Points) kosten keine 100 Euro mehr, WLAN-Karten gibt es bereits unter 40 Euro. Mehr braucht nur, wer riesige Dateien zwischen Rechnern verschieben oder digitales Fernsehen hausintern in voller MPEG-2-Qualität ausstrahlen will. Die seit einigen Monaten erhältlichen 54-Mbps-Systeme (nach dem Standard IEEE 802.11g) arbeiten mit den älteren 11-Mbps-Systemen (IEEE 802.11b) zusammen. Seltener findet man WLAN-Systeme, die auf einer Frequenz von 5 GHz (IEEE 802.11a) funken - mit geringerer Reichweite und nicht kompatibel zu den 11-Mbps-Karten.

Im Kommen ist die doppelte Geschwindigkeit: Erste Systeme mit 100 oder 108 Mbps verstehen sich zwar mit 11- und 54-Mbps-Funkern anderer Hersteller, den vollen Datendurchsatz erreichen sie jedoch nur mit der Hardware des gleichen Herstellers. Kein Zweifel: Diese Tempoklasse wird sich im Jahr 2004 durchsetzen und auf die Preise der 54-Mbps-Lösungen drücken. Möglich macht die Leistungsverdopplung auf 108 Mbps ein Chipsatz des Herstellers Atheros.

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