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Katastrophenalarm künftig per Internet

16.01.2002 | 16:59 Uhr |

Bundesinnenminister Otto Schily hat angekündigt, dass künftig ein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Alarmierungssysteme für die Zivilbevölkerung liegen soll. So soll die Bevölkerung bei Eintreten einer Katastrophe nicht nur wie bisher durch Radio und Fernsehen, sondern auch über das Internet oder Handy alarmiert werden.

Bundesinnenminister Otto Schily hat angekündigt, dass künftig ein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Alarmierungssysteme für die Zivilbevölkerung liegen soll.

"Die Ereignisse des 11. September haben uns vor Augen geführt, dass terroristische Anschläge sich gegen die Nervenzentren der modernen Zivilisation richten können", so Minister Schily. In Katastrophenfällen müsse die Bevölkerung schnell informiert werden. Eine solche Alarmierung soll in naher Zukunft auch über das Internet und andere moderne Kommunikationsmedien geschehen.

"Wo früher die Sirenen heulten, soll künftig das Handy alarmieren, die Funkuhren schrillen und bei jedem, der gerade im Internet surft, sich ein Warnfenster öffnen. Dies ist moderne Kommunikation", erklärte Otto Schily nach einem Treffen mit Telekom-Chef Ron Sommer.

Als erster Provider soll T-Online an das satellitengestützte Kommunikationssystem angebunden werden, mit dem die Bundesregierung Rundfunkanstalten und Nachrichtenagenturen über eingetretene Katastrophen informiert. T-Online soll bei Eintreten des Katastrophenfalls schnell und effizient die Informationen an die T-Online-Kunden weitergeben. Andere Anbieter werden dazu aufgerufen, sich künftig an diesem System schneller Warnung der Bevölkerung zu beteiligen.

Wie Otto Schily betonte, gehören die Informations- und Kommunikationsnetze eines Landes zu den wichtigsten Nervenstränge der Gesellschaft. Staat, Gesellschaft und Wirtschaft müssten sich wirksam gegen Anschläge auf das Datennetz wappnen. Die Bundesregierung prüfe derzeit in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, wie sich dieses Datennetz wirksam vor Anschlägen schützen lässt.

Webseite des Bundesministeriums des Innern

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