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Kasse machen a la Bill Gates

05.03.2007 | 13:10 Uhr |

Der Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich einen relativ ungünstigen Zeitpunkt zum Verkauf eines größeren Aktien-Pakets des Konzerns ausgesucht. Rund 2 Millionen Microsoft-Anteile aus dem Privatvermögen des Unternehmers wurden in den letzten drei Februar-Tagen über die Börse verkauft - zeitgleich mit den massivsten Kursverlusten beim Dow Jones seit Jahren.

Da Bill Gates auf Grund seiner Position bei Microsoft als Insider gilt, muss er Aktienverkäufe, bei denen Microsoft-Anteile im Spiel sind, zuvor bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) melden. Dieser Liste ist nun zu entnehmen, dass Gates sich im Februar 2007 von mehr als 20 Millionen Microsoft-Aktien getrennt hat. Die Daten für die letzten drei Tage im Februar lesen sich beispielsweise wie folgt: 1,87 Millionen Stück am 26., 990.000 Stück am 27. und 1 Million am 28..

Am 27. Februar erlebte der Dow Jones einen der heftigsten Kurseinbrüche der vergangene Jahre und gab um 416 Zähler auf 12.216 Punkte nach. Microsoft-Aktien verbilligten sich dabei um 4,1 Prozent auf 27,87 Dollar, so der IDG News Service. Doch auch diesen Rückgang dürfte Gates locker verschmerzen, insgesamt hat ihm die Veräußerung des Aktienpakets mehr als 500 Millionen Dollar eingebracht. Bill Gates hat bereits mehrfach größere Positionen an Microsoft-Aktien veräußert, in der Regel geschieht dies, um Vermögen umzuschichten oder anderweitig anzulegen.

Wer nun aber denkt, dass Gates nichts mehr mit dem Konzern zu tun haben möchte, oder dessen Zukunftsaussichten negativ bewertet, liegt falsch. Denn trotz des Verkaufs von 20 Millionen Anteilen bleibt Gates mit einem Bestand in Höhe von 917,5 Millionen Aktien weiterhin größter Einzelaktionär des Unternehmens.

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