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Kaspersky: Ransomware auf Smartphones nimmt zu

30.06.2016 | 14:12 Uhr |

Innerhalb eines Jahres hat sich die Verbreitung von Ransomware auf Smartphones fast vervierfacht.

Der Entwickler von Sicherheitssoftware Kaspersky hat in dieser Woche seinen KSN Report veröffentlicht. Die Studie nimmt die Verbreitung von Schadsoftware auf Mobilgeräten im Zeitraum von April 2014 bis März 2016 unter die Lupe.

Das Unternehmen entdeckte dabei einen besorgniserregenden Trend. So hat sich die Verbreitung von Ransomware auf Smartphones und Tablet-PCs allein in diesem Jahr fast vervierfacht. Die Verbreitung von Erpresser-Software nimmt auf PCs fast ebenso schnell zu.

Am häufigsten von Ransomware betroffen waren in den Jahren 2014 und 2015 Nutzer aus den USA. Deutschland rangierte mit 4,5 Prozent auf dem vierten Platz. In den letzten Monaten hat sich dieses Bild drastisch verschoben. Deutsche Nutzer stehen mit 22,9 Prozent inzwischen auf dem ersten Rang der Liste. Kaspersky vermutet, dass Länder in denen mobile Bezahlverfahren etabliert sind, besonders häufig zur Zielscheibe von Ransomware werden.

Besonders häufig ins Visier geraten laut Kaspersky außerdem Smartphones mit Googles mobilem Betriebssystem Android. Wer bei Downloads keine Vorsicht walten lässt und keine Backups macht, sei gefährdet, so Kaspersky.

Im Gegensatz zu Ransomware am PC, werden die Dateien von Smartphone-Nutzern in den meisten Fällen von der Schadsoftware nicht verschlüsselt. Die Erpresser hindern ihre Opfer jedoch häufig mit Bildschirmsperren und Pop-Ups an der Nutzung ihrer Smartphones und Tablet-PCs.

Um die Mobilgeräte wieder freizugeben, verlangen die Ransomware-Entwickler in der Regel Lösegelder zwischen 100 und 200 US-Dollar. Laut Kaspersky würden viele der betroffenen Nutzer diese Summen zahlen.

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