Kaspersky Lab

Hitliste der Extremviren

Mittwoch den 11.06.2008 um 16:34 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Das russische Sicherheits-Unternehmen Kaspersky Lab hat für Mai 2008 die "Hitliste der Extremviren" präsentiert. Darin befinden sich besonders winzige Malware-Vertreter ebenso wie echte Megabyte-Monster, mehrfach verpackte Schädlinge genauso wie besonders fiese Schadprogramme.

Bescheidene Trojaner, 15 Byte winzige Windows-Zerstörer, Antivirenprogrammkiller und eine Familie, die in 3301 verschiedenen Varianten auffiel - dies und mehr findet sich in der Hitliste der Extremviren von Kaspersky Lab www.kaspersky.de für Mai 2008.

Kaspersky Lab teilt die Extremviren in verschiedene Kategorien ein:

"Gierigster Schädling im Bank-Bereich": Im letzten Frühlingsmonat etablierte sich hier Trojan-Spy.Win32.Banker.mrj. Insgesamt griff er 103 Banken an - was ein maximal durchschnittlicher Wert ist, wie Kaspersky meint.

"Gierigster Schädling für elektronische Geldsysteme": Trojan-PSW.Win32.Staem.dj eroberte den ersten Platz im Mai-Monitoring. Er nistete sich in drei elektronischen Zahlungssystemen ein.

"Gierigster Schädling für Key Cards": Diese Nominierung erhielt eine der Modifikationen von Trojan-Spy.Win32.Banker.tq. Er griff Nutzer von gleich fünf Geldkartensystemen an, und liegt damit über dem Schnitt der letzten Monate.

"Bestversteckter Schädling": Der am stärksten verpackte Schädling im Mai war eine der Modifikationen von Backdoor.Win32.Hupigon.bxbu. Er war gleich neunfach gepackt.

"Kleinster Schädling": Es scheint, als würden die Winzlinge immer kleiner: der Umfang des Siegers in dieser Kategorie betrug im Monat Mai ganze 15 Byte. Ungeachtet dessen war Trojan.BAT.KillWin.dg in der Lage, Windows auf der Festplatte des Nutzers zu vernichten.

"Größter Schädling": "Dickster" in diesem Monat war Trojan-Spy.Win32.Banker.fgw mit einer Größe von 30 MB. Damit ist er weit von den echten Riesen entfernt. 2007 erreichte der größte Virus immerhin 743 MB.

"Feindseligster Schädling": Im Mai taucht hier eine der Modifikationen von Backdoor.Win32.Agobot.pgj auf. Der Schädling ist in der Lage, eine Vielzahl von Schutzprodukten, wie beispielsweise Antivirenprogramme, auf PCs zu löschen.

"Im E-Mail-Traffic am weitesten verbreiteter Schädling": Mittlerweile ein gewohntes Bild: Email-Worm.Win32.Netsky.q siegt zum wiederholten Male. Diesmal mit einem Anteil von 23,12 Prozent am schädlichen Traffic.

"Am weitesten verbreitete Familie unter den Trojanern": Größte Familie bleibt Backdoor.Win32.Hupigon, die durch das Auftauchen neuer, noch nie angetroffener Beispiele in 3.301 Varianten unangenehm auffiel.

"Am weitesten verbreitete Familie unter Viren und Würmern": Die Familie mit den meisten Mitgliedern unter den Viren und Würmern wurden die Net-Worm.Win32.Kolabc’s mit 276 Modifikationen.

Mittwoch den 11.06.2008 um 16:34 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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