Kasperskys Antwort auf aktuelle Viren und andere Schädlinge heißt schlicht und einfach Anti-Virus und ist in der Version 6.0 auf dem Markt. Die Software läuft unter Windows 98 SE/ME, NT 4, 2000, XP und Vista; eine Lizenz gibt es ab 26,90 Euro.
Die mit knapp 25 MB klein gehaltene Software lässt sich einfach installieren. Nach einem erforderlichen Neustart empfiehlt es sich, die Software per Online-Update auf einen aktuellen Stand zu bringen. Die Updates lassen sich automatisieren. Achtung: Wenn Sie den automatischen Modus in den Optionen wählen, baut die Software mindestens stündlich eine Verbindung zum Update-Server auf.
Kaspersky prüft die Nerven des Anwender mit einer unübersichtlichen Bedienerführung. Neben einem „Datei-Anti-Virus“ gibt es noch einen „Web-Anti-Virus“ und ein Menü „Proaktiver Schutz“. Die Suchleistungen des Scanners sind gewohnt sehr gut. Alle zurzeit weit verbreiteten Viren findet sowohl der Scanner als auch der Hintergrundwächter mühelos. Ebenso tadellos ist die Archivunterstützung der Software. Schlecht sind die Fehlalarme – vor allem, da die Software in einigen Fällen die fälschlicherweise verdächtigten Dateien löschte oder zumindest in Quarantäne verschob. Als Katastrophe erweist sich die Funktion zur Erstellung einer Rettungs-CD. Die Erstellung benötigt eine Installations-CD für Windows XP Service Pack 2 und eine aktuelle Version des Bart PE Builders. Auch die gut gemeinten Seiten im üppigen Handbuch helfen kaum weiter. Benutzer, die nur über eine Windows-XP-Recovery-Version verfügen, können die Rettungs-CD nicht erstellen.
Fazit: Kaspersky Anti-Virus 6.0 kann im Bereich der Erkennung wieder einmal überzeugen. Grund zur Kritik gibt es in puncto Bedienung. Auch die aufgetretenen Fehlalarme und das Rettungsmedien-Fiasko trüben das Bild ein wenig.
BEWERTUNG
Sicherheit (50%): Note 1,0
Funktionen (25%): Note 2,0
Bedienung (15%): Note 4,0
Systemanforderungen (10%): Note 1,5
GESAMTNOTE: 1,8
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