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Kartellstreit: Microsoft zahlt Millionen an Realnetworks

Wieder einmal hat Microsoft einen Rechtsstreit gegen Zahlung einer Millionensumme beigelegt. Diesmal freut sich Realnetworks über die Überweisung von 761 Millionen Dollar - immerhin das Dreifache des Jahresumsatzes des Unternehmens.

In dem jahrelangen Rechtsstreit zwischen Microsoft und dem Softwarehersteller Realnetworks gibt es eine friedliche Einigung. Der Kartellstreit werde durch drei Vereinbarungen mit einem Volumen in Höhe von 761 Millionen Dollar. Die Aktie von Realnetworks stieg am Montag bis zum Abend um knapp 30 Prozent auf 7,42 Dollar.

Realnetworks, Hersteller der Multimediasoftware Real Player, hatte dagegen geklagt, dass Microsoft seinen Windows Media Player mit dem Betriebssystem bündelt. Die US-Justizbehörde und auch die EU hatten beanstandet, dass Microsoft durch die enge Verknüpfung seines Betriebssystems mit anderen eigenen Programmen Wettbewerber benachteilige. Microsoft wird nun seinem Konkurrenten neben der Barzahlung Unterstützung für dessen Musik- und Spiele-Service unter Microsofts Software anbieten.

Mit den Vereinbarungen werde das Kapitel abgeschlossen und eine neue Partnerschaft mit Microsoft gestartet, sagte Realnetworks-Chef Rob Glaser. Mit der Integration der Musik- und Spieledienste seiner Gesellschaft in den populären MSN-Dienst von Microsoft erreiche Realnetworks deutlich mehr Menschen.

Realnetworks hatte die Klage gegen Microsoft im Dezember 2003 eingereicht. Im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft einen Rekordumsatz von 267 Millionen Dollar eingefahren.

Kartellstreit: Einigung zwischen Microsoft und Realnetworks erwartet (PC-WELT Online, 11.10.2005)

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