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Kartellstreit: Microsoft zahlt IBM 775 Millionen Dollar

Der US-Konzerne Microsoft und IBM haben einen seit Mitte der 90er Jahre schwelenden Kartellstreit beigelegt.

Der US-Konzerne Microsoft und IBM haben einen seit Mitte der 90er Jahre schwelenden Kartellstreit beigelegt. Die Einigung sieht nach Angaben beider Unternehmen vom Freitag vor, dass Microsoft 775 Millionen Dollar (640 Millionen Euro) an IBM zahlen wird. Zusätzlich soll IBM eine Gutschrift für Microsoft-Software im Wert von 75 Millionen Dollar erhalten.

Die Einigung ist ein Teilergebnis des in den 90er Jahren eingeleiteten Kartellrechtsverfahrens des US-Justizministeriums gegen Microsoft. Damals hatte der amtierende Richter Thomas Penfield Jackson bestätigt, dass IBM von Microsoft in dessen Preispolitik benachteiligt worden sei. IBM soll unter anderem wesentlich höhere Preise für Microsofts Betriebssysteme gezahlt haben. Mit dem Vergleich wollen die Konzerne alle gegenseitigen Ansprüche beilegen.

Der Vergleich steht in einer ganzen Reihe von Einigungen, die der Softwareriese mit der Zahlung zum teil hoher Summen abgeschlossen hat. Im vergangenen Jahr hatte Microsoft einen Streit mit seinem Konkurrenten Sun Microsystems mit der Zahlung von rund 1,6 Milliarden Dollar beigelegt. Im März zahlte das Unternehmen Burst.com insgesamt 60 Millionen Dollar für die Beendigung eines Patentstreits. Und im vergangenen April erstritt der Computerhersteller Gateway in einem ganz ähnlichen Streit wie dem jüngsten die Zahlung von 150 Millionen Dollar.

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