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Kartellstreit: Intel feuert gegen AMD

02.09.2005 | 10:36 Uhr |

Im Streit um die angebliche Ausnutzung seiner Monopolstellung zum Nachteil der Kundschaft und von AMD hat Intel erneut reagiert und gibt AMD die Schuld für deren schlechte Markposition.

Nicht gerade zimperlich hat Intel jetzt erneut auf die Monopolvorwürfe seitens AMD reagiert. Das Unternehmen hatte eine Kartellklage eingereicht, da Intel aus seiner Sicht seine Monopolstellung zum Nachteil sowohl der Kunden als auch von AMD ausnutzt ( wir berichteten ).

In seiner Reaktion weist Intel die Vorwürfe zurück und stellt fest, dass seine Geschäftspraktiken fair und gesetzmäßig seien. "Innovation, Investitionen, der Fokus auf Anwender und großartige Produkte haben über die Jahre zum Erfolg von Intel geführt", erklärt Bruce Sewell, Anwalt von Intel. Für die Probleme von AMD sei nicht etwa Intel verantwortlich, sondern vielmehr das Unternehmen selbst: "AMD hat seine eigenen Business-Entscheidungen getroffen, die ihre Position am Markt bestimmt haben", so Sewell. "Mit dieser Klage versucht AMD aber Intel für die vielen Fehler, die AMD begangen hat und die eine direkte Folge ihrer Handlungen oder Unterlassungen waren, verantwortlich zu machen."

Darüber hinaus zweifelt Intel die "hehren" Ziele AMDs als Kämpfer für die Anwender an: "Unter dem Schutzmantel des Wettbewerbgesetzes versucht AMD, sich selbst vor Wettbwerb zu schützen. AMDs blumige Sprache und phantasiereichen Ansprüche können nicht das Ziel von AMD verdecken: Das Unternehmen vor einem Preis-Wettbewerb zu schützen", so Sewell.

Intel ist in seiner Reaktion jedoch nicht auf den massiven Vorwurf eingegangen, PC-Hersteller gezwungen zu haben, ausschließlich Intel-Produkte einzusetzen, oder anderenfalls von Lieferungen ausgeschlossen zu werden.

AMDs Umsatz stagniert (PC-WELT Online, 14.07.2005)

Intel weist AMD-Vorwürfe zurück (PC-WELT Online, 30.06.2005)

AMD reicht Wettbewerbs-Beschwerde gegen Intel ein (PC-WELT Online, 28.06.2005)

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