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Aufsicht über Anti-Kartell-Auflagen für Microsoft endet

12.05.2011 | 17:23 Uhr |

Es ist das Ende eines vor mittlerweile 13 Jahren begonnen Prozesses: Achteinhalb Jahre nach der spektakulären Einigung des US-Justizministeriums mit Microsoft im Kartellprozess gegen den Softwareriesen endet die Aufsicht über die vereinbarten Auflagen

Zuletzt hat sich das Department of Justice (DOJ) auf kleinere Details konzentriert und die Verbesserung von Fehlern in den technischen Anleitung für offen gelegte Schnittstellen gefordert. In einer Presseerklärung feiert das DOJ den Spruch von Richterin Colleen Kollar-Kotelly und die darauf folgende Überwachung der Auflagen als wegweisend für die gesamte IT-Industrie: "Das abschließende Urteil … hat Microsoft daran gehindert, das die Konkurrenz ausschließende Verhalten zu zeigen, das zu dem Prozess geführt hatte."

Microsoft beherrsche die Industrie nicht mehr in dem Maße wie im Jahr 1998, das sei gut für den Wettbewerb und die IT-Landschaft. Das Urteil habe die Entwicklung und Verbreitung von Middleware gefördert und dem Anwender Wahlmöglichkeiten eingeräumt. Neue Produkte wie Cloud Computing und mobile Geräte als ernsthafte Konkurrenz zu Microsofts Desktop-Betriebssystem hätten so überhaupt erst entstehen können, führt die Behörde weiter aus.

Microsoft zeigt sich in seinem offiziellen Statement etwas weniger begeistert: "Diese Erfahrung hat uns und unseren Blick auf die Industrie verändert. Wir sind zufrieden, diesen Fall zu einem erfolgreichen Ende gebracht zu haben und freuen uns darauf, großartige Produkte für unsere Kunden und Partner zu entwickeln."

Im Jahr 1998 hatten das DOJ und die Generalstaatsanwälte von 19 US-Bundesstaaten und dem District of Columbia Microsoft hauptsächlich vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung bei PC-Betriebssystemen mit illegalen Methoden zu stützen, in dem es Dritten keinen ausreichenden Zugang zu den Schnittstellen gewährte.

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