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Kartellprozess gegen MS künftig unter Ausschluss der Öffentlichkeit?

10.01.2002 | 15:40 Uhr |

Die Berichterstattung im Kartellprozess gegen MS könnte, wenn es nach dem Willen von Microsoft geht, in Zukunft etwas dürftiger ausfallen. Der Grund: Die Redmonder haben das zuständige US-Bezirksgericht gebeten, Zeugenaussagen künftig nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen.

Die Berichterstattung im Kartellprozess gegen MS könnte, wenn es nach dem Willen von Microsoft geht, in Zukunft etwas dürftiger ausfallen. Der Grund: Die Redmonder haben das zuständige US-Bezirksgericht gebeten, Zeugenaussagen künftig nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen.

Der Softwaregigant begründete den Antrag mit dem Hinweis auf eine veränderte Rechtslage: Nach der außergerichtlichen Vereinbarung, sei das US-Justizministerium kein Kläger mehr. Damit entfalle eine gesetzliche Bestimmung, nach der Prozesse mit der US-Regierung öffentlich zugänglich gemacht werden müssten.

Interessant: Microsoft soll dem Gericht zudem mitgeteilt haben, dass die neun Bundesstaaten, die den Prozess fortführen, keine Einwände hätten. Allerdings läßt eine offizielle Stellungnahme von Seiten der neun Bundesstaaten noch auf sich warten.

MS: Kein Aufschub bei Kartellanhörung (PC-WELT Online, 08.01.2001)

MS-Prozess: US-Bundesstaaten gegen Verzögerung (PC-WELT Online, 03.01.2002)

Microsoft: US-Justizministerium verteidigt Einigung (PC-WELT Online, 16.11.2001)

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