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EU verdonnert Speicher-Hersteller zu hoher Strafe

19.05.2010 | 16:25 Uhr |

Die EU-Wettbewerbshüter haben neun Chip-Hersteller zu einer Strafe von über 330 Million Euro verdonnert.

Vorangegangen war eine jahrelange Untersuchung über Preisabsprachen bei DRAM-Speicherchips. Laut Angaben der EU-Kommission haben die betroffenen Chip-Hersteller der Zahlung der Strafe zugestimmt.

Die Unternehmen, die die Strafe zahlen müssen: Samsung Electronics, Infineon, Hynix Semiconductor, Elpida Memory, NEC Electronics, Hitachi, Toshiba, Mitsubishi Electric und Nanya Technology.

Das Unternehmen Micron hatte die EU Kommission im Jahr 2002 über das Kartell informiert und muss keine Strafe zahlen. Bei einigen Unternehmen, darunter Infineon und Samsung, ließen die Wettbewerbshüter die Kronzeugenregelung gelten und reduzierten die Strafe. Unterm Strich müssen alle Unternehmen eine Strafe von 331.273.800 Euro zahlen.

Laut der EU-Kommission soll das Kartell zwischen dem 1. Juli 1998 und dem 15. Juni 2002 aktiv gewesen sein. In dem Netzwerk wurden geheime Informationen ausgetauscht und Preise koordiniert.

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