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Xing reagiert auf Verbraucherschutz-Forderungen

16.07.2009 | 09:15 Uhr |

Das Karrierenetzwerk Xing reagiert auf die Forderungen zur Verbesserung des Verbraucherschutzes in sozialen Netzwerken und will diesen umgehend nachkommen.

Das Unternehmen begrüße die Initiative der vzbv (Verbraucherschutzentrale Bundesverband) und plane, die mit der vzbv abgestimmte Weiterentwicklung der eigenen AGB bereits heute auf der eigenen Plattform einzuführen, heißt es in einer Pressemitteilung des Karrierenetzwerks. "Bei Themen wie Datenschutz und Schutz der Privatsphäre sehen wir uns bereits als führend und wir freuen uns, dass auch der Verbraucherschutz bei sozialen Netzwerken nun stärker im Blickpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit steht", so das Unternehmen.

Der vzbv hatte sich zuvor an die Betreiber von sozialen Netzwerken gewandt und unter anderem Vertragsbedingungen und Datenschutzbestimmungen kritisiert, die die Nutzer benachteiligen und den Betreibern umfassende Rechte einräumen. Die Verbraucherschützer forderten von MySpace, Facebook, Xing und Co daher einige Änderungen sowohl bei Datenschutz als auch in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. "Bei uns langte Ende vergangener Woche ein Schreiben der vzbv ein, wonach einzelne kleine Verbesserungen bis spätestens Anfang August vorgenommen werden sollten", erläutert Thorsten Vespermann, Director Corporate Communications bei Xing , im Gespräch mit pressetext. Da es sich im Fall von Xing tatsächlich nur um Kleinigkeiten gehandelt habe, sei man den Forderungen auch sofort nachgekommen.

Jene Betreiber, die dem Schreiben der vzbv innerhalb der Frist nicht Folge leisten, müssen mit Unterlassungsklagen rechnen. "Für uns ist das Thema erledigt, die Anpassungen wurden vorgenommen und wir begrüßen die Verbesserungen beim Verbraucherschutz", so Vespermann. Xing unterstütze sämtliche Vorschläge und aktualisiert seine AGB in allen Punkten, die von der Verbraucherschutzzentrale bemängelt wurden. Der Schutz der Mitgliederdaten und klare Regelungen zur Privatsphäre spielten immer schon eine zentrale Rolle für die Plattform, argumentiert Xing. Daher würden etwa Kundendaten auch getrennt vom Firmensitz verteilt auf mehreren Servern gelagert.

Xing-Mitglieder hätten ohnehin stets die Kontrolle über ihre Daten und Privatsphäre, heißt es seitens des Unternehmens. Was die Beanstandungen betrifft, so hat die Plattform nun angekündigt, eine Klausel zur Übertragung von Nutzungsrechten für Forenbeiträge, eine salvatorische Klausel sowie die Regelung zur Vorgehensweise bei Änderung der Datenschutzbestimmungen zu streichen. Außerdem wird die Widerspruchsfrist bei AGB-Änderung auf sechs Wochen verlängert. Damit seien alle Forderungen der vzbv bereits erfüllt. (pte)

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