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Kann sich Alladvantage noch retten?

01.09.2000 | 12:37 Uhr |

Alladvantage hat 100 Mitarbeitern aus allen Bereichen des Unternehmens entlassen. Es handelt sich hierbei um die zweite Entlassungswelle in diesem Sommer. Der Pay-to-surf-Anbieter versucht damit aus den roten Zahlen zu kommen. Im ersten Quartal hat Alladvantage 32,7 Millionen US-Dollar an seine Kunden ausgezahlt, aber nur 9,1 Millionen eingenommen.

Alladvantage hat 100 von 540 Mitarbeitern aus allen Bereichen des Unternehmens entlassen. Es handelt sich hierbei um die zweite Entlassungswelle in diesem Sommer. Der Pay-to-surf-Anbieter versucht damit aus den roten Zahlen zu kommen. Als weitere Maßnahme zu diesem Zweck kann das Gewinnspiel-Programm gesehen werden, das Alladvantage vor einigen Tagen eingeführt hat. Statt seinen Kunden wie bisher Geld für ihre Surfzeit auszuzahlen, können sie stattdessen am "Sweepstakes" teilnehmen, in dem täglich 50.000 Dollar verlost werden. Dieses neue Programm war auf Kritik gestoßen, weil alle Kunden automatisch für das Gewinnspiel eingetragen wurden und sich von Hand wieder in das normale Auszahlungsprogramm eintragen mussten, wenn sie ihr Geld online wie bisher verdienen wollten.

Es halten sich ebenfalls Gerüchte, dass Alladvantage seinen Auszahlungssatz in den nächsten Tagen senken will. Im ersten Quartal hat Alladvantage 32,7 Millionen US-Dollar an seine Kunden ausgezahlt, aber nur 9,1 Millionen eingenommen. Die deutsche Domain von Alladvantage ist seit gestern nicht mehr erreichbar, lediglich die deutsche Version der internationalen Seiten ist noch verfügbar. Auf einigen Seiten im Internet werden bereits Wetten abgeschlossen, ob und wann das 18 Monate alte Unternehmen Pleite geht. (PC-WELT, 01.09.2000, meh)

Alladvantage zahlt nicht mehr automatisch (PC-WELT Online, 28.8.2000)

Bezahltes Surfen vor dem Aus (PC-WELT Online, 17.8.2000)

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