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Kampf gegen Piraterie: Milliardendeal zwischen Microsoft und Lenovo

18.04.2006 | 10:51 Uhr |

Im Rahmen seiner Anit-Piraterie-Kampagne in China haben Microsoft und Lenovo einen milliardenschweren Deal geschlossen.

Raubkopien sind in vielen Ländern der Erde ein Problem für die Software-Industrie, China steht dabei an exponierter Stelle. Damit künftig auch chinesische Anwender verstärkt dazu gebracht werden, Original-Software einzusetzen, haben Microsoft und Lenovo einen milliardenschweren Deal geschlossen. Demnach wird Lenovo über die nächsten 12 Monate insgesamt 1,2 Milliarden Dollar zahlen und dafür das Recht erhalten, Lenovo-PCs in 64 Ländern mit vorinstalliertem Windows zu verkaufen. Zudem wird damit Lenovo das erste Unternehmen, das originale Windows-Versionen vorinstalliert in China vertreiben wird.

Bereits im Jahr 2005 haben beide Unternehmen erklärt, künftig zusammen arbeiten zu wollen, um über Verkaufsmaßnahmen, Marketing und Trainingprogramme für Original-Versionen von Windows in China und anderen aufstrebenden Märkten der Welt zu werben.

Zu Beginn des Monats gab es bereits ähnliche Vereinbarungen mit den beiden chinesischen Hardware-Herstellern Tsinghua Tongfang und TCL. Diese dürfen allerdings lediglich Windows XP als vorinstalliertes OS verwenden.

Microsoft erwartet, dass weitere Verträge mit chinesischen Produzenten abgeschlossen werden, um die Piraterie zu bekämpfen.

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