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Kampf gegen Piraterie - IFPI will Bemühungen verstärken

18.12.2003 | 09:16 Uhr |

Der Chairman und CEO der "International Federation of the Phonographic Industry" (IFPI), Jay Berman, hat in einer Keynote Strategien der phonographischen Wirtschaft für 2004 dargelegt. Ein wesentlicher Punkt: Die IFPI und ihre einzelnen nationalen Verbänden werden ihre Bemühungen was die Bekämpfung von Piraterie angeht intensivieren. Dabei wird nach Ansicht von Berman die Ausdehnung rechtlicher Feldzüge unvermeidlich sein, Tauschbörsianern weltweit soll es an den Kragen gehen.

Der Chairman und CEO der "International Federation of the Phonographic Industry" (IFPI), Jay Berman, hat in einer Keynote Strategien der phonographischen Wirtschaft für 2004 dargelegt. Die wesentlichen Entwicklungen skizziert er wie folgt:

Als "Key Message One" will der Chairman und CEO verstanden wissen, dass die Bereitstellung von urheberrechtlich geschützten Songs im Internet ohne eine Erlaubnis in jedem Land auf der Welt praktisch illegal ist. Diejenigen, die diese Realität ignorieren, müssen mit Konsequenzen rechnen. Unvermeidlich dabei wird nach Ansicht von Berman die Ausdehnung rechtlicher Feldzüge sein. Tauschbörsianern weltweit soll es an den Kragen gehen.

Punkt zwei: Es gäbe legale Alternativen für Anwender. Der Erfolg von Apples "iTunes" in the USA sei dabei wegweisend. Auch in Europa existierten einige Angebote, Berman nennt beispielsweise Tiscali, MSN, Wanadoo, FNAC, Karstadt und Virgin. Darüber hinaus erwartet der CEO der IFPI das Apple und andere Firmen ihre Dienste auf Europa ausweiten - bereits im ersten Quartal 2004 soll es so weit sein. Im Zusammenhang mit legalen Musik-Angeboten übers Internet weist er auch auf die Einstellung vieler Anwender hin - sie seien bereit für Gebotenes zu zahlen.

Punkt drei: Piraterie im Internet sei gleich zu setzen mit verloren gegangen Arbeitsplätzen. Dies gelte nicht nur für Stellen in der Musik-Industrie sondern für die gesamte "Musik-Gemeinschaft": Vom Künstler über den Ton-Techniker bis hin zum Musik-Journalisten. Studien, durchgeführt in den USA, Canada, Deutschland, Japan und England, hätten gezeigt, dass "internet copying" und "file-sharing" den Abverkauf von CDs wesentlich mehr hemmen würden, als ihn zu fördern.

Zu guter Letzt: Die phonographische Wirtschaft kämpft - ob mit Hilfe von Instant Messages über Tauschbörsen oder über Klagen vor Gericht - und das erfolgreich. In den USA sei die Musikindustrie zwar dazu gezwungen gewesen, zu Rechtsmitteln zu greifen, dieser Zug hätte den Level der Wahrnehmung der Konsumenten hinsichtlich der Illegalität von nicht autorisierten Musik-Downloads aber immens geschärft, so Berman.

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