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Kampf den lautstarken Telefonierern: Elektroschock-Handy

06.02.2003 | 11:02 Uhr |

Mobiltelefone sind für manche Mitmenschen scheinbar so wichtig wie die Luft zum Atmen. An allen möglichen Orten klingelt, hupt und quiekt es und deren Besitzer lassen Dritte durch lautstarke Gespräche häufig Zeuge meist eher unwichtiger Konversationen werden. Eine Designfirma hat nun vier Handy-Prototypen vorgestellt, die Mobiltelefonierer sozialisieren sollen - eines davon per Elektroschock.

Mobiltelefone sind für manche Mitmenschen scheinbar so wichtig wie die Luft zum Atmen. An allen möglichen Orten klingelt, hupt und quiekt es und deren Besitzer lassen Dritte durch lautstarke Gespräche häufig Zeuge meist eher unwichtiger Konversationen werden. Die Designfirma "Ideo" hat nun vier Handy-Prototypen vorgestellt, die Mobiltelefonierer sozialisieren sollen.

Die so genannten "Social Mobiles" sollen anhand recht unkonventioneller Features dafür sorgen, dass Handy-Nutzer sich an öffentlichen Orten künftig etwas zurückhaltender zeigen. Das so genannte "SoMo1" reagiert beispielsweise auf lautstarke Zeitgenossen, die mehr in ihr Handy schreien, als ein normales Gespräch führen.

Wird ein bestimmter Pegel überschritten, erhält der Gesprächspartner einen Elektroschock verpasst, dessen Intensität je nach Lautstärke zunimmt. Im Ergebnis soll das System dazu führen, dass letztlich beide Personen ein ruhiges Gespräch führen. Ein recht amüsantes Video zu dieser Idee finden Sie hier (Quicktime erforderlich). Allerdings ist es fraglich, ob sich eine nicht-masochistisch veranlagte Person freiwillig ein solches Handy zulegen würde.

Das "SoMo2" hingegen verfolgt einen anderen Ansatz. Es eignet sich beispielsweise zum Einsatz in Örtlichkeiten, in denen striktes Ruhe-Verbot (Bibliotheken, etc.) herrscht. Der Anrufer kann dabei ganz normal sprechen, der Angerufene hingegen kann lediglich per Joystick-Steuerung am Handy mit bestimmten Phrasen wie "Ja", "Nein" oder "Hmmm" antworten. Zugegeben, eine abwechslungsreiche Konversation ist somit kaum mehr möglich, jedoch werden Dritte nicht mehr durch Telefonate gestört.

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