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Kamerabesitzer aufgepasst: Defekte CCD-Chips wurden verbaut

12.10.2005 | 13:22 Uhr |

Sie besitzen ein Kamera von Sony, Fujifilm, Canon, Nikon oder Konica-Minolta? Und das LCD Ihrer Kamera oder Ihres Camcorders zeigt kein oder nur ein verzerrtes Bild an? Dann ist vielleicht auch bei Ihrem Gerät ein defektes CCD verbaut, das Sie kostenlos umtauschen lassen können.

Bei den zwischen Oktober 2002 und März 2004 von Sony produzierten CCD-Chips für Digitalkameras und Camcorder kann es zu herstellungsbedingten Defekten kommen. Sony tauscht deshalb weltweit alle betroffenen Bildsensoren um. Kostenlos, auch nach Ablauf der Garantiezeit. Da Sony auch andere Kamerahersteller mit seinen CCD-Chips beliefert hat, sind nicht nur Besitzer von Sony-Kameras betroffen, sondern unter Umständen auch die Benutzer von Nikon-, Konica Minolta-, Fujifilm- und Canon-Modellen – diese Liste wird möglicherweise noch länger.

Insgesamt sollen die problematischen Chips in mehr als 100 verschiedenen Kamera- und Camcordermodellen verbaut worden sein. Die defekten CCD-Sensoren verursachen laut Sony folgendes Problem: "Im Kamera-Modus zeigt das LC-Display und/oder der elektronische Bildsucher ein verzerrtes oder gar kein Bild."

Sony produziert die CCD-Chips – also die Bildsensoren von Digitalkameras und Camcordern – nicht nur für die eigene Geräte, sondern liefert die Chips auch an andere Kamerahersteller. Das erklärt die hohe Zahl an betroffenen Kamera- und Camcordermodellen. Im PDA Clié PEG-NZ 90 soll ebenfalls ein Bildsensor aus der problematischen Produktion eingebaut sein.

Wichtig : Die anfälligen Chips wurden zwar zwischen Oktober 2002 und März 2004 gefertigt. Das bedeutet aber nicht, dass sich das Problem nur auf Kameras beschränkt, die in diesem Zeitraum mit den Chips bestückt wurden. Denn es kann durchaus einige Zeit vergehen, bis ein Bildprozessor in eine Kamera eingebaut wird.

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