31.05.2012, 06:15

Denise Bergert

Kamera-Hersteller

Olympus will angeblich 2.500 Stellen streichen

©Olympus

Kamera-Hersteller Olympus will aktuellen Gerüchten zufolge mit 2.500 Beschäftigten rund sieben Prozent seiner Mitarbeiter entlassen.
Wie mehrere japanische Zeitungen berichten, steht den Beschäftigten bei Kamera-Hersteller Olympus eine Entlassungswelle bevor. So will der Konzern seine Gesamtbelegschaft um rund sieben Prozent kürzen. Damit könnten 2.500 Beschäftigte eine Kündigung erhalten. Die Stellenstreichungen sollen den Angaben zufolge am 8. Juni 2012 offiziell bestätigt werden und vor allem die Kamera-Sparte betreffen. Auch durch die Zusammenlegung mehrerer Produktionsstätten in Übersee will Olympus künftig sparen.

Olympus war in finanzielle Schieflage geraden, als Ende 2011 bekannt wurde, dass dem Konzern durch jahrelange Buchführungsfehler ein Schaden von 1,7 Milliarden US-Dollar entstanden sei. Neben den Entlassungen, will Olympus durch den Verkauf von zehn Prozent seiner Firmenanteile an Sony oder Panasonic weitere Verluste auffangen, berichtet die Asahi Shimbun.
In der Vergangenheit gab es immer wieder Meldungen über mögliche Partnerschaften, Panasonic taucht jedoch zum ersten Mal in Zusammenhang mit derartigen Mutmaßungen auf. Obwohl Olympus fast ausschließlich für seine Kameras bekannt ist, hat der Konzern mit der Produktion von Endoskopen ein zweites, lukratives Standbein im medizinischen Bereich. Genau auf diesem Markt erwartet Olympus für die nächsten fünf Jahre auch ein Wachstum um 3,7 Prozent.
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