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Jugendschutzgesetz wird "gezielt verbessert"

19.12.2007 | 14:22 Uhr |

Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Jugendschutzgesetzes beschlossen. Die neuen Änderungen, die insbesondere vor gewaltverherrlichenden Computerspielen schützen sollen, treten Anfang 2008 in Kraft.

Der Entwurf soll den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor medialen Gewaltdarstellungen, insbesondere vor gewaltverherrlichenden Computerspielen verbessern, teilt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit .

Der umstrittene Gesetzentwurf ist Bestandteil des Sofortprogramms zum wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gewaltverherrlichenden Computerspielen, das Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Armin Laschet, Familienminister in Nordrhein-Westfalen, im Februar dieses Jahres gemeinsam gestartet haben.

"Wir schließen mit der Gesetzesänderung entscheidende Lücken, um den Jugendschutz gezielt zu verbessern", so von der Leyen und Laschet. "Die vorgezogene Auswertung des Hans-Bredow-Instituts zu Video- und Computerspielen hat gezeigt, dass wir das Sofortprogramm für einen verbesserten Jugendmedienschutz unbedingt umsetzen müssen."

Das Bundesfamilienministerium fordert vor allem, dass die Altersgrenzen und somit die Abgabeverbote deutlicher gekennzeichnet werden sollen. Diese könne man bisher nur mit der Lupe lesen, heißt es. Künftig soll das anders sein.

Das Zeichen auf der Frontseite der Hülle muss links unten "auf einer Fläche von mindestens 1200 Quadratmillimetern und auf dem Bildträger auf einer Fläche von mindestens 250 Quadratmillimetern" angebracht werden.

Die Erweiterung des Kataloges für schwer jugendgefährdende Medien sind auch ein klares Signal für Hersteller und Händler. Zudem haben die Jugendministerien der Länder bereits Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Jugendmedienschutz-Entscheidungen bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) in die Wege geleitet.

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