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KI sagt WM-Sieg von Brasilien über Italien voraus

11.06.2006 | 13:48 Uhr |

Die Weltmeisterschaft lässt aktuell alle Fans die Nerven verlieren, doch zwei Studenten behalten einen kühlen Kopf und wollen mit Computer-Power den Ausgang des Turniers voraussagen können.

Imran Fanaswala und Yashar Fasihnia, beide 22 Jahre alt, behaupten den Ausgang der Fußball-WM dank einer Software namens FIFI bereits zu kennen. FIFI steht für Fifa Intelligence und kann die Gewinner jedes einzelnen Spiels bis zum Finale vorhersagen. Die beiden Computerwissenschafts-Studenten der American University von Sharjah haben FIFI unter der Anleitung ihres Tutors Professor Joachim Diederich entwickelt. „Wir haben das Model anhand unzähliger Statistiken erstellt“, sagt Fanaswala, der aus Indien stammt. „Der erste Teilbereich war, Informationen zu sammeln. Wir haben die Ergebnisse der letzten 20 Jahre und alle verfügbaren Informationen zu den einzelnen Teams zusammengetragen, Dinge wie Team-Leistung, Punktetabellen und Torschützen“.

Damit verbrachten die beiden Studenten mehrere Wochen und entwickelten so Profile für ganz unterschiedliche Paarungen internationaler Teams. Mit diesen Informationen wurde FIFI gefüttert, der anschließend mit seinen Berechnungen begann. Doch wer wird nun die Fußball-Weltmeisterschaft gewinnen? „Wir rechnen damit, dass Brasilien und Italien in das Finale einziehen werden, Brasilien wird anschließend Weltmeister“, sagte Fasihnia, der trotz allem seine Heimmannschaft aus dem Iran unterstützen wird. In den beiden Halbfinalspielen sollen nach seinen Aussagen die Niederlande und Italien sowie England und Brasilien gegeneinander antreten. Im Viertelfinale soll England schließlich seinen alten Rivalen Argentinien vom Platz fegen.

Diederich, der das Projekt überwachte, gab den Studenten die Bestnote für ihre Leistungen. Laut statistischen Tests habe FIFI eine Genauigkeit von knapp 83 Prozent. „Wenn man den begrenzten Zeitraum berücksichtigt, der den beiden zur Verfügung stand um das Projekt abzuschließen, ist dies eine tolle Leistung“ lobte ihr Tutor die beiden. Fasihnia fügte hinzu: „Hätten wir mehr Zeit und Helfer gehabt, hätten wir gern auch Aspekte wie Stadienwahl, Temperatur, Alter der Spieler, deren Erfahrung und viele, viele andere Apekte mit einbeziehen können. Dann wären die Vorhersagen noch genauer. “. Für Deutschland stehen die Chancen laut FIFI nicht gerade gut. Basierend auf den Statistiken des Systems werden wir gegen die Niederlande im Viertelfinale den kürzeren ziehen.

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