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K850i: 5 Megapixel und vieles mehr von Sony Ericsson

Gigantomanie im Spindler und Klatt: Sony Ericsson präsentiert Highend-Multimedia-Phones. Darunter das neue Cybershot-Handy K850i, das mit fünf Megapixeln fotografiert und per Lagesensor Bilder gerade rückt. Doch das sind längst nicht alle Feinheiten des neuen Kameraflaggschiffs.

Sechs neue Handys präsentiert Sony Ericsson heute im Berliner Kult-Club Spindler und Klatt. Drei von Ihnen bedienen Multimedia-Ansprüche der höchsten Art: das K850i , das W910i und das W960i .

Das K850i ist die konsequente Fortführung der erfolgreichen Cybershot-Serie des Herstellers, die zuletzt unter dem Flaggschiff des optisch aufgebohrten K810i segelte. Ein weiteres Mal verspricht Sony Ericsson, dass man endlich seine Kamera zu Hause vergessen und trotzdem abzugsreife Fotos unterwegs schießen kann: das Gerät verfügt - wie zu erwarten war - über eine unter dem Label Cybershot produzierte Linse mit 5-Megapixel-Optik und BestPic-Funktion für schnell bewegte Motive. Endlich nachgebessert hat Sony Ericsson beim Videomodus: der nimmt jetzt auch Filmchen mit 320x240 Pixeln Auflösung bei 30 Frames pro Sekunde auf, was allerdings längst nicht an die Videofähigkeiten der N-Series-Smartphones von Nokia heranreicht. Die Kameralinse muss man jetzt nicht mehr manuell betätigen: sie schnappt automatisch auf, sobald man den Kameramodus aktiviert und untermalt die Funktion mit einem gespenstischen Leuchten auf der Linseneinfassung.

Das sind beileibe nicht die einzigen Neuigkeiten des K850i: auch das Menü zum Ansteuern der Foto-Einstellungen wurde überarbeitet und lässt sich jetzt mit Hilfe einer Schiebetaste seitlich des Displays aktivieren. Das K850i verfügt über einen Lagesensor, der insbesondere fürs Fotoshooting Sinn macht: er korrigiert die Ausrichtung des Bildes automatisch, sodass das lästige spätere Geradedrehen am PC der Vergangenheit angehört. Darüber hinaus ermöglicht der Lagesensor einige nette Spielereien: wir konnten im Rahmen der Vorstellung ein vorinstalliertes 3D-Game ausprobieren, bei dem man nur durchs Neigen des Handys eine Kugel durch ein Labyrinth manövrieren muss. Galerie und Video-Ansicht drehen sich automatisch, wenn man das K850i kippt und auch der typische HTML-fähige ACCESS NetFront-Browser könnte von dem Feature profitieren.

Das K850i versteht sich als Quadband-Handy auf die Breitband-Standards EDGE, UMTS und HSDPA und ermöglicht damit insbesondere den flüssigen Konsum von medienorientierten Inhalten. Dazu trägt auch der neue Medienclient des Handys bei: Er erinnert deutlich an die typische Navigation auf Walkman-Geräten und erlaubt die Durchsicht aller möglichen Medienformate. Dazu zählen seit neuestem auch Podcasts: Sie lassen sich über Sony Ericssons neue PC Suite "Sony Ericsson Multimedia Manager PRO" abonnieren und mit einem Klick aufs K850i übertragen. Speicher dafür ist reichlich vorhanden: Ab Werk stecken 40MB interner Speicher im Gerät und ein 512MB großer Memory Stick M2 im Lieferumfang.

Eine wichtige Neuerung findet man auch in der Business-Funktionalität des K850i: während PIM-Funktionen und der generelle Umgang mit Termindaten keine nennenswerten Änderungen erfahren hat, können EMails jetzt auch im Push-Verfahren mit Microsoft Exchange-Servern abgeglichen werden. Diese über serverseitiges Active Sync bereitgestellte Funktionalität hebt das Handy aufs Niveau vieler Windows Mobile-Smartphones. Nach wie vor ist alternativ eine IMAP IDLE-Funktion mit an Bord, die beispielsweise den Abgleich mit Diensten wie ThinPrints Cortado erlaubt.

Der permanenten Flut an Kritik zu den drei Funktionstasten oberhalb bzw. neben Joysticks und Navkeys begegnet Sony Ericsson mit dem Verzicht auf eine konventionelle Paarung zwischen Navkey/Joystick und Funktionstasten. Stattdessen umrahmt ein großes 4-Wege-Steuerkreuz die Tasten 2 und 5, die Bestätigungstaste ist eine von 3 berührungsempfindlichen Sensortasten unterhalb des Displayrands. In der ersten Praxis mit dem K850i konnten wir uns für dieses Konzept durchaus erwärmen.

Das K850i wird den zwei sich farblich leicht voneinander unterscheidenden Farbvarianten Velvet Blue und Luminous Green erscheinen und voraussichtlich Anfang des 4.Quartals 2007 in den Handel kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt derzeit bei 599 Euro. Ein angemessener, wenn auch nicht niedriger Preis angesichts der nahezu perfekten Integration von Funktion und Design.

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