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548.352 CPU-Kerne - der schnellste Supercomputer steht in Japan

21.06.2011 | 11:45 Uhr |

Der schnellste Supercomputer der Welt steht in Japan. Das geht aus der neuen Top500-Liste hervor, die nun bei der International Supercomputing Conference 2011 in Hamburg vorgestellt wurde.

In der frisch veröffentlichten Top 500 der schnellsten Supercomputer der Welt, belegt mit dem K Computer nach 2004 wieder ein Supercomputer aus Japan den ersten Platz und verweist damit den Supercomputer Tianhe-1A in China auf den zweiten Platz.

Der K Computer steht im RIKEN Advanced Institute for Computational Science (AICS) in Kobe und wurde von Fujitsu gebaut. In dem Rechner stecken 68544 CPUs des Typs SPARC64 VIIIfx, die über jeweils acht Kerne verfügen. Damit besitzt der Rechner insgesamt 548.352 CPU-Kerne. Jeder der Kerne ist mit 2 GHz getaktet.

Damit ist der japanische Rechner ein Supercomputer der Superlative: Der K Computer besitzt doppelt so viele Kerne wie die meisten der in der Top 500 gelisteten Supercomputer. Und: Der K Computer ist schneller, als die in der Liste auf den Plätzen 2 bis 6 gelisteten Supercomputer zusammen! Der K Computer leitet seinen Namen vom japanischen Wort "Kei" für 10^16 ab. Das ist auch die Leistung, die der Rechner erreichen soll: 10 Petaflops. Momentan erreicht der Rechner eine maximale Rechenleistung von exakt 8,162e+06 GFlops.

Im Gegensatz zum bisherigen Spitzenreiter Tianhe-1A aus China nutzt der neue Supercomputer auch keinerlei Grafik-Prozessoren oder andere Beschleuniger. Und der K Computer gehört zu den Energie-effizientesten unter den Supercomputern.

Premiere: Erstmalig erreichen alle in der Top 10 gelisteten Supercomputer jeweils eine Leistung von über einem Petaflop. Dabei stehen fünf der Rechner in den USA, jeweils zwei in China und Japan und ein Supercomputer in Frankreich.

Top 500: Die schnellsten Supercomputer der Welt

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