132098

Junge Nutzer verändern das Internet

11.02.2001 | 15:05 Uhr |

Die größte Herausforderung der Internet-Industrie werden aus der Sicht von Experten die jungen Nutzer sein. Auf die deutlich veränderten Internet-Interessen und Gewohnheiten der heute acht- bis 21-jährigen müsste sich die Branche schon jetzt vorbereiten, sagte Mary Modahl, Vizepräsidentin des Marktforschungsunternehmens Forrester Research am Samstag in Cannes zu Beginn der Multimedia-Messe Milia.

Die größte Herausforderung der Internet-Industrie werden aus der Sicht von Experten die jungen Nutzer sein. Auf die deutlich veränderten Internet-Interessen und Gewohnheiten der heute acht- bis 21-jährigen müsste sich die Branche schon jetzt vorbereiten, sagte Mary Modahl, Vizepräsidentin des Marktforschungsunternehmens Forrester Research am Samstag in Cannes zu Beginn der Multimedia-Messe Milia.

Zur der Messe treffen sich vom 10. bis 14. Februar Vertreter von mehr als 7000 internationaler Unternehmen und Fachleute der Multimedia-Branche an der Cote d'Azur. Schwerpunkte sind neben neuen Multimedia-Inhalten und interaktivem Fernsehen auch die neuen Übertragungstechniken Breitband-Internet und UMTS.

"Noch ändern die neuen Medien die Ansprüche der Menschen, in der Zukunft wird es umgekehrt sein", sagte Modahl. Die nachkommende Generation der Internet-Nutzer sei bereits im Zeitalter des PCs und der Entwicklung neuer Technologien aufgewachsen. "Für sie ist der Umgang mit dem PC, das Chatten im Internet und der Gebrauch des Handys als Kommunikationsmittel selbstverständlich."

Das Verhalten von jungen Leuten und Kindern im Internet unterscheide sich von dem der Erwachsenen. "Erwachsene eignen sich nach und nach die Möglichkeiten des Internets an und bevorzugen Inhalte wie Nachschlagewerke", sagte Modahl. Junge Konsumenten "internalisieren" dagegen das Netz. Sie verständigten sich mit einer Vielzahl von anderen Internet-Nutzern und sehen den PC nicht als fertiges Produkt, sondern als ein stets erweiterbares Hilfsmittel an.

Die nachfolgende Generation tausche auch Musik, Software und andere Dateien aus. "Auch darauf muss sich die Internet-Industrie künftig einstellen", sagte Modahl. Man könne zwar Angebote wie die Musik-Tauschbörse Napster kommerzialisieren oder vom Netz nehmen. Den privaten Austausch von Dateien auch im großen Stil könne die Industrie jedoch auf lange Sicht nicht verhindern. (PC-WELT, 11.02.2001, dpa/ pk)

Schüler unterrichten Lehrer (PC-WELT Online, 09.02.2001)

Kinder stürmen Internet (PC-WELT Online, 12.01.2001)

Fast alle Schulen online (PC-WELT Online, 11.01.2001)

0 Kommentare zu diesem Artikel
132098