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USK unter neuer Trägerschaft

15.06.2008 | 16:11 Uhr |

Die Industrieverbände G.A.M.E. e.V. sowie der Bundesverband interaktive Unterhaltungssoftware e.V. übernehmen ab sofort die Trägerschaft über die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK.

Der bisherige Träger der für Computer- und Videospiel-Einstufungen zuständigen USK , der Förderverein für Jugend und Sozialarbeit , überträgt die Verantwortung ab sofort an die Industrieverbände Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. ( BIU ) und den Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V. ( G.A.M.E. ). Als neuer Träger fungiert die neu ins Leben gerufene Freiwillige Selbstkontrolle Unterhaltungssoftware GmbH. Mit einem neuen Modell wolle man sich an der Struktur der Filmwirtschaft und der dort zuständigen FSK orientieren. Die Übergabe der Trägerschaft sei als erste Phase der Restrukturierung der freiwilligen Selbstkontrolle für Computer- und Videospiele anzusehen.

Erst vor wenigen Monaten war die USK wegen eines von der Bundesregierung und den Ländern in Auftrag gegebenen Gutachtens des Hans-Bredow-Institutes in die Kritik geraten. Darin wurde die bisherige Trägerstruktur als uneffektiv bezeichnet: „Mit der neuen Trägerstruktur haben wir die Forderung von Bund und Ländern nach mehr Transparenz erfüllt“, so BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters.

Die Vergabe der Altersfreigaben soll in Zukunft weiterhin verantwortungsvoll erfolgen: „Die Verantwortlichkeiten sind in der neuen Struktur deutlicher herausgestellt. Die Industrie stellt den Ländern eine Infrastruktur für das Alterskennzeichnungsverfahren zur Verfügung. Die Alterskennzeichen als solche kommen weiterhin als staatlicher Verwaltungsakt von den Obersten Landesjugendbehörden“, erklärt Claas Oehler, Geschäftsführer für Recht und Regulierungsfragen bei G.A.M.E..

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