109546

Jugendliche gegen Rechts

04.01.2001 | 17:18 Uhr |

Mit wirtschaftlicher, politischer, kultureller und publizistischer Unterstützung wollen sich junge Menschen der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus im Internet stellen. Die Jugendinitiative Step 21 will dazu ein Forum bieten, weil Rufe nach Verboten von "Hass-Seiten" nicht der richtige Weg seien.

Mit wirtschaftlicher, politischer, kultureller und publizistischer Unterstützung wollen sich junge Menschen der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus im Internet stellen.

Die gemeinnützige Jugendinitiative Step 21 will gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz ein Forum bieten, weil nach ihrer Meinung Rufe nach Verboten von "Hass-Seiten" im Internet nicht der richtige Weg sind.

Unterstützt wird die Initiative unter anderem von Bundespräsident Johannes Rau, der als Schirmherr mit 60 Jugendlichen am 17. Januar in Schloss Bellevue diskutieren wird. Zu diesem Kreis gehören auch der TV-Moderator Günther Jauch, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel und prominente Sportler. Träger der Aktion sind unter anderem der Medienkonzern Bertelsmann, DaimlerCrysler und Siemens.

Erfahrungen von Jugendlichen sind bei Fairlink nachzulesen. "Allen Verboten zum Trotz werden extremistische Inhalte nicht aus dem Internet verschwinden. Wir können derzeit erleben, wie deutsche Neonazis auf Computern in Übersee ein neues Zuhause finden und von dort aus ihre menschenverachtende Ideologie umgestört weiter betreiben", erklärte Sonja Lahnstein, Geschäftsführerin von Step 21, am Donnerstag gegenüber der dpa. Gemeinsam mit jungen Menschen soll deshalb die Auseinandersetzung gegen Fremdenfeindlichkeit im Internet gesucht werden. (PC-WELT, 04.01.2001, dpa/ eb)

Initiative Fairlink

Aus für Nazi-Auktionen (PC-Welt Online, 03.01.20001)

Rechtsextreme nutzen immer mehr das Internet (PC-Welt Online, 12.12.2000)

Urteil gegen Volksverhetzung im Netz (PC-Welt Online, 12.12.2000)

0 Kommentare zu diesem Artikel
109546