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Jugendliche: Schuldenfalle Handy

Nach Angaben der baden-württembergischen Verbraucherzentrale vom Dienstag in Stuttgart beschweren sich Bürger immer häufiger über Handyrechnungen, die erschreckende Höhen erreichten.

Das Handy entwickelt sich immer mehr zur Schuldenfalle: Nach Angaben der baden-württembergischen Verbraucherzentrale vom Dienstag in Stuttgart beschweren sich Bürger immer häufiger über Handyrechnungen, die erschreckende Höhen erreichten. So bezahlten Kinder und Jugendliche etwa für Klingeltöne, für die im Fernsehen oder Zeitschriften geworben wird, zum Teil bis zu 4,99 Euro.

"Die eingeblendete Information über den Preis und Vertragsbedingungen ist dabei zu klein und erscheint zu kurz", sagte die Telekommunikationsexpertin der Verbraucherzentrale, Brigitte Sievering-Wichers. Viele seien wegen hoher Handyrechnungen überschuldet. Die Jugendlichen merkten zudem häufig gar nicht, dass sie statt einen Klingelton zu erwerben ein komplettes Abonnement abschließen, sagte Sievering-Wichers.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale treiben so genannte Premium-SMS die Handyrechnung in die Höhe. 1000 Euro seien dabei keine Seltenheit. Über Premium-SMS können Mobilfunk-Dienstleistungen per Kurzmitteilung zu speziellen Preisen abgerechnet werden. Mit ihnen werden Klingeltöne und Logos verkauft oder auch die Teilnahme an einem Chat ermöglicht. In den Jahren 2003 und 2004 hätten die Oberlandesgerichte Hamburg und Hamm die Werbung für die über 0190-Nummern herunterzuladenden Extras in Kinder- und Jugendzeitschriften als sittenwidrig untersagt. "Die Anbieter konzentrieren sich deshalb jetzt auf die Premium-SMS", sagte Sievering-Wichers.

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