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Wieder mehr Stellenausschreibungen

19.01.2009 | 10:49 Uhr |

Vielleicht ein kleiner Lichtblick angesichts der derzeitigen Krisenstimmung: Nach 3-monatiger Talfahrt ist die Zahl an von JobScout24 erfassten Stellenzeigen erstmals wieder gestiegen. Bleibt es bei einem kurzen Aufbäumen oder wird daraus eine echte Trendwende?

Jobs.de ist die Jobsuchmaschine der JobScout24 GmbH für den deutschen Arbeitsmarkt. Über eine Million Websites deutscher Unternehmen werden laut JobScout täglich nach Online-Stellenanzeigen durchsucht. Die daraus generierten Daten wertet die JobScout24 GmbH monatlich nach Bundesländern und Großstädten, Tätigkeitsbereichen sowie den ausgeschriebenen Positionen aus. Die absolute Zahl der ausgeschriebenen Stellen in den jeweiligen Regionen zur Größe des Bundeslandes beziehungsweise des Ballungsraums werden dabei ins Verhältnis zur Zahl der Erwerbstätigen, die auf eine Vakanz kommen, gesetzt. Je niedriger die Zahl der Erwerbstätigen pro ausgeschriebener Stelle ist, desto besser sind die Chancen für Bewerber in der entsprechenden Region.

Während die Zahl der Stellenausschreibungen von September bis November laut JobScout stetig zurückging, meldet die Job-Börse für Dezember erstmals wieder steigenden Zahlen. Im Dezember 2008 gab es demnach im Bundesdurchschnitt 136 Erwerbstätigen für eine freie Arbeitsstelle. Das sind sechs Prozent Bewerber pro offener Stelle weniger als im Vormonat.

Überdurchschnittlich stark profitierten von dem kleinen Aufschwung Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt im Nordosten durch Verbesserung der Quote um rund 10 Prozent. Auch Thüringen (9 Prozent) und Schleswig-Holstein zählten zu den Gewinnern des Dezembers.

Am wenigsten profitiert hat Rheinland-Pfalz, wo sich die Zahl der Erwerbstätigen pro ausgeschriebene Stelle um knapp 1,5 Prozent verbessern konnte. Die regional sehr unterschiedlich ausgeprägten Auswirkungen des Aufschwungs brachten auch Bewegung in das Ranking der Bundesländer: Bayern und Baden-Württemberg tauschten Plätze. Rheinland-Pfalz und Niedersachsen sind jeweils zwei Plätze abgerutscht und rangieren somit nicht mehr in den Top Ten. Nutznießer dieser Situation sind Thüringen und Schleswig-Holstein.

Vergleicht man die Auswirkungen der insgesamt um 6,6 Prozent gestiegenen Anzahl der Stellenausschreibungen auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche, so zeigt sich folgendes Bild: Besonders hohe Zuwächse konnten die Medizinischen & Pflegeberufe mit 19,1 Prozent erzielen. Ähnlich gute Werte konnten lediglich die Bereiche Personalwesen sowie Bau & Landschaft mit jeweils 17,5 Prozent verzeichnen.

Dienstleister und Marketing-Spezialisten können sich über eine Steigerungsrate von rund 14 Prozent freuen. Wenig Bewegung zeigt sich allerdings in den Tätigkeitsfeldern Vertrieb, Geschäftsführung und Technische Tätigkeiten mit rund 2 Prozent Steigerung. Plätze getauscht haben Consulting und Marketing sowie Transport und Bau & Landschaft.

Der Jobs.de-Index wird aus der Gesamtzahl der ausgeschriebenen Stellen errechnet, die Jobs.de, die Jobsuchmaschine der JobScout24 GmbH, durch die Indexierung von - laut Jobscout - zirka einer Million Websites deutscher Unternehmen findet. Die oben beschriebene positive Entwicklung spiegelt also nicht die Situation aller Stellenanzeigen für die Bundesrepublik Deutschland wider und basiert auch nicht auf Unternehmens-unabhängigen Zahlen, beispielsweise von der Bundesagentur für Arbeit.

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