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Jetzt offiziell: Windows XP-Kopierschutz auch in Deutschland

06.02.2001 | 11:17 Uhr |

Nun ist offiziell, was bisher nur als pure Spekulation abgetan wurde: Das neue Betriebssystem Windows XP (Codename Whistler) und der Nachfolger von Office 2000, Office XP (Codename Office 10), werden auch für den deutschen Handel mit einem Kopierschutz ausgestattet, der auf der Produkt-Aktivierungstechnologie basiert.

Nun ist offiziell, was bisher nur als pure Spekulation abgetan wurde: Das neue Betriebssystem Windows XP (Codename Whistler) und der Nachfolger von Office 2000, Office XP (Codename Office 10), werden auch für den deutschen Handel mit einem Kopierschutz ausgestattet, der auf der Produkt-Aktivierungstechnologie basiert. Auch die neuen Namen der Microsoft-Produkte wurden nun offiziell bestätigt. Die PC-WELT hatte bereits vergangene Woche berichtet, dass die neuen Produkte den Zusatz XP für "Experienced" erhalten werden.

Laut Angaben von Microsoft wird der Kopierschutz weltweit in alle Produkte integriert und soll zu einer Verringerung der Software-Piraterie führen.

Im Klartext heißt das, dass Käufer der Programme diese bei Microsoft registrieren lassen müssen, um sie dauerhaft nutzen zu können. Dabei generieren sowohl Windows XP, als auch Office XP bei der Installation auf dem Rechner automatisch einen Installationscode.

"Microsoft Office kann insgesamt fünfzig mal gestartet werden, bevor die Aktivierung nötig ist. Die Aktivierung von Windows Betriebssystemen muss innerhalb von 30 Tagen nach dem ersten Start stattfinden", heißt es in der offiziellen Mitteilung von Microsoft Deutschland.

Die Aktivierung erfolgt wahlweise über das Internet oder telefonisch über eine gebührenfreie Telefonnummer. "Hierbei wird von Kundenseite ein automatisch generierter Installationscode angegeben, woraufhin ein Bestätigungscode das Produkt aktiviert. Kunden müssen in diesem Prozess keinerlei persönliche Daten eingeben; lediglich das Land, in dem das Produkt eingesetzt wird, muss angegeben werden", erklärt Microsoft die Vorgehensweise.

Zusätzlich wird es möglich sein, freiwillig Daten zur Person anzugeben, die ebenfalls mit übertragen werden. Das Ganze will Microsoft dann als Service für die Kunden nutzen, um "Benachrichtigungen über wichtige Updates und Service-Releases sowie weitere nützliche Informationen" an die Kunden weitergeben zu können.

Eventuellen Datenschutz-Bedenken will Microsoft entgegentreten und betont in der offiziellen Mitteilung, dass "die Produktaktivierung ein einfacher, anonymer Vorgang" sei, bei der die Datensicherheit "zu jedem Zeitpunkt" gewahrt bleibe.

Wenn jemand versucht, das Programm auf einem zweiten Rechner zu installieren, ist es nicht möglich, den Aktivierungscode über das Internet zu erlangen. Die Registrierung ist dann nur telefonisch möglich. Laut Angaben des Microsoft-Sprechers Thomas Jensen gegenüber unserem Schwester-Magazin Tecchannel reicht es dann aus, die Hemmschwelle zu überwinden, am Telefon zu behaupten, man habe die erste Installation gelöscht, um dann telefonisch den neuen Aktivierungscode zu erhalten. (PC-WELT, 06.02.2001, pk)

Offizielle Erklärung von Microsoft Deutschland

PC-WELT Special: Whistler - Die neuen Features im Überblick

Windows XP statt Codename `Whistler`? (PC-WELT Online, 01.02.2001)

Tschüss Windows 95! (PC-WELT Online, 01.02.2001)

Whistler-Schutz? Nein danke! (PC-WELT Online, 29.01.2001)

Whistler Kopierschutz ( noch ) Attrappe (PC-WELT Online, 23.01.2001)

Microsoft dementiert Extra-Regelung für Deutschland (PC-WELT Online, 17.01.2001)

Neues Lizenzmodell für Whistler (PC-WELT Online, 08.01.2001)

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